kommod

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkom-mod (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›kommod‹ als Grundform: ↗Kommodität
eWDG, 1969

Bedeutung

veraltet, österreichisch, umgangssprachlich bequem, angenehm
Beispiele:
macht's euch kommod!
ihr habt es hier sehr kommod
[Baurat Haupt] schon kommod, im Pyjama und eine englische Pfeife im Mundwinkel [DodererStrudlhofstiege518]
[er erzählt] vom trostlosen, aber kommoden Dahinvegetieren [Weiskopf8,180]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kommod · Kommode · inkommodieren
kommod Adj. ‘bequem, angenehm’ (heute nur noch öst. und mundartlich), im 18. Jh. entlehnt aus gleichbed. frz. commode, das auf lat. commodus ‘entsprechend, zweckmäßig, bequem’ (eigentlich ‘mit, nach Maß’, zu lat. modus ‘Maß’, s. ↗Modus) zurückgeht. Bereits im 17. Jh. in dt. Texten bezeugtes commode beruht auf direkter Übernahme des Adverbs lat. commodē. Kommode f. ‘bequem, handlich eingerichtetes Möbelstück mit Schubfächern’ (18. Jh.), Entlehnung von gleichbed. frz. commode, dem substantivierten Fem. des Adjektivs. inkommodieren Vb. ‘belästigen, stören’ (17. Jh.), aus gleichbed. frz. incommoder (lat. incommodāre ‘unbequem sein, lästig fallen, beeinträchtigen’, zu lat. incommodus ‘unangemessen, unbequem’).

Thesaurus

Synonymgruppe
angenehm · ↗bequem  ●  kommod  geh., franz.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) genehm · ↗(jemandem) passen · ↗(jemandem) recht · ↗(jemandem) zusagen · gelegen kommen · kommod · ↗passend  ●  ↗gefällig (sein)  geh. · ↗konvenieren  geh.
Assoziationen
  • (jemandem) gerade recht kommen · (jemandem) gut in den Kram passen
  • (jemandem) entgegenkommen · ↗(jemandem) zusagen · (jemandes) Erwartungen entsprechen · in jemandes Sinne liegen  ●  auf jemandes Linie liegen  fig. · (das) sein, was jemand (haben) will  ugs. · ↗(gut) passen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Diktatur Religion durchaus einigermaßen einrichten halbwegs möglichst reisen sitzen unterkommen vergleichsweise wenig zugehen äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kommod‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir haben noch nicht die kommode Situation, groß Geld ausgeben zu können.
Die Zeit, 13.12.2010 (online)
Der Kia federt kommod, ist fast eine Spur zu weich abgestimmt.
Bild, 20.12.2002
Sie sind in der kommoden Lage, sich die Gesetze, nach denen sie schließlich begünstigt werden, selbst schreiben zu können.
Süddeutsche Zeitung, 18.11.1999
Wir brauchen Sie in unserem Kampf um ein kommodes und seriöses Leben dringender denn je!
konkret, 1987
Und statt des Akademiegebäudes entstand in den letzten Lebensjahren Friedrichs die von den Berlinern Kommode genannte Königliche Bibliothek.
Bruyn, Günter de: Unter den Linden, Berlin: Siedler 2002, S. 51
Zitationshilfe
„kommod“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kommod>, abgerufen am 21.02.2019.

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