komplementär

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkom-ple-men-tär
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›komplementär‹ als Erstglied: ↗Komplementärfarbe · ↗Komplementärmedizin
eWDG, 1969

Bedeutung

ergänzend
Beispiele:
komplementäre Farben (= Komplementärfarben)
Dichtung habe keine zur Wissenschaft parallele Funktion, sondern eine komplementäre [Tageszeitung1965]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

komplementär · Komplementärfarben
komplementär Adj. ‘ergänzend’, Entlehnung (19. Jh.) aus gleichbed. frz. complémentaire, das von frz. complément ‘Ergänzung, Vervollständigung’ abgeleitet ist. Dieses beruht auf lat. complēmentum ‘Ausfüllungs-, Ergänzungsmittel’, einer Bildung zu lat. complēre ‘vollmachen, aus-, erfüllen, vollenden’; vgl. das in zahlreichen Zusammensetzungen als Grundwort vorkommende, als Simplex jedoch nur bei antiken Grammatikern belegte lat. plēre ‘füllen’ (wozu auch lat. plēnus ‘voll’, s. ↗Plenum) und s. ↗kon-. Komplementärfarben Plur. ‘Ergänzungsfarben’, d. h. zwei Spektralfarben, die, miteinander gemischt, weißes (bzw. farblos erscheinendes) Licht ergeben (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ergänzend · komplementär · supplementär
Assoziationen
Synonymgruppe
gegensätzlich · komplementär

Typische Verbindungen
computergeneriert

Basenpaarung Bausteinfolge Betrachtungsweise Beziehungssystem DNS-Strang Einzelstrang Element Ergänzung Faktor Farbe Geschäftsfeld Kette Kontrast Medizin Molekül Raumvision Reichsstaat Rhythmus Sequenz Strang Verschränkung Zusammenspiel alternativ ergänzen ergänzend konkurrierend konträr passend verhalten zueinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›komplementär‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die neue komplementäre Ordnung beweist ihre Ratio aber genau zwischen diesen Extremen.
Die Welt, 18.01.2002
Der andere sei nicht mit mir vergleichbar, er sei benachbart, komplementär.
Der Tagesspiegel, 05.04.1997
Das reflektierte Licht ist, wie man sagt, "komplementär" zu dem durchgelassenen Licht.
Planck, Max: Einführung in die Theoretische Optik, Leipzig: Hirzel 1927, S. 31
Die Jugendmusikschule bietet mit ihren Zielen nahezu ein komplementäres Bild zu diesen Entwicklungen.
Sakka, Keisei u. a.: Pädagogik der Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 38391
Streng genommen muß man nach späteren Äußerungen Bohrs die Phänomene selbst, die einander ausschließen, als komplementär bezeichnen.
Weizsäcker, C. F. von: Komplementarität. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 9571
Zitationshilfe
„komplementär“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/komplementär>, abgerufen am 24.05.2019.

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