konditional

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkon-di-ti-onal · kon-di-tio-nal
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›konditional‹ als Erstglied: ↗Konditionalsatz
eWDG, 1969

Bedeutung

Sprachwissenschaft eine Bedingung angebend
Beispiele:
›wenn‹ und ›falls‹ sind konditionale Konjunktionen
ein konditionaler Satz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kondition · konditional · konditionell
Kondition f. ‘Bedingung’ (Anfang 16. Jh., besonders in der Kaufmannssprache ‘Lieferungs-, Verkaufs-, Zahlungsbedingung’), ‘Beschaffenheit, Zustand’ (15. Jh.; vgl. eine Person von Condition ‘von Stand, Ansehen, Würde’, 18. Jh.), heute vorwiegend ‘gute physische und psychische Verfassung, sportliche Leistungsfähigkeit’, früher auch ‘Dienstverhältnis, Stellung’ (16. bis 18. Jh.), spätmhd. kondition ‘Eigen schaft, Art, Natürlichkeit’, entlehnt aus mlat. conditio (Genitiv conditionis), nach lat. condicio, auch conditio, ‘Übereinkunft, Stellung, Beschaffenheit, Zustand, Bedingung’; zu lat. condīcere ‘verabreden, sich verständigen, übereinkommen’. konditional Adj. ‘bedingend, bedingungsweise geltend’ (18. Jh.; doch vereinzelt bereits bei Luther conditionale Absolutionen), in der Sprachwissenschaft ‘eine Bedingung kennzeichnend’ (17. Jh.), vgl. conditionaler Satz (Adelung 1788), dafür heute Konditionalsatz (19. Jh.); aus spätlat. condiciōnālis ‘auf Bedingungen beruhend, bedingungsweise angenommen’; doch vgl. bereits mfrz. frz. conditional, das als Terminus der Grammatik und Logik vom 16. bis ins 18. Jh. nachweisbar ist und den Gebrauch im Dt. beeinflußt haben kann. konditionell Adj. ‘die Leistungsfähigkeit betreffend’ (um 1800), anfangs auch (wie frz. conditionnel) im Sinne von konditional.

Thesaurus

Synonymgruppe
bedingend · konditional

Typische Verbindungen
computergeneriert

Menschenrecht Reiz

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›konditional‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch seine Fluchworte haben immer futuristische Form und sind konditionale Warnungsrufe.
Rott, W.: Sündenvergebung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 32895
Wenn der konditionale Reiz vom angeborenen Auslöser (Nahrung) bekräftigt wurde.
Foppa, Klaus: Lernen, Gedächtnis, Verhalten, Köln u. a.: Kiepenheuer & Witsch 1965, S. 13
Die Aufhebung kausaler oder konditionaler Verknüpfungen entspricht dem Abhandenkommen von Vernunft in der Wirklichkeit.
Die Zeit, 25.09.1970, Nr. 39
Die Darstellung der Objekte auf einer Seite kann an Bedingungen wie zum Beispiel bestimmte Benutzereingaben geknüpft sein, ebenso kann der Seitenwechsel konditional erfolgen.
C't, 1996, Nr. 11
Einheit von Wirtschafts- und S. meint demnach nicht nur ein koordiniertes Miteinander, sondern ein konditionales Abhängigkeitsverhältnis der einzelnen politischen Bereiche.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - S. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 28333
Zitationshilfe
„konditional“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/konditional>, abgerufen am 24.05.2019.

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