konform

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung kon-form
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›konform‹ als Letztglied: ↗gesellschaftskonform · ↗nonkonform  ·  mit ›konform‹ als Grundform: ↗-konform · ↗Konformität
eWDG, 1969

Bedeutung

einheitlich, übereinstimmend
Beispiele:
beide Redner waren in ihrer Auffassung konform
Seine Tagebücher ... sind sich alle konform (= gleich) [ KolbSchaukel72]
Meine selige Frau hielt mich ... zu einer mehr den gewöhnlichen Lebensanschauungen konformen (= entsprechenden) Lebensweise an [ RaabeWunnigelII 5,35]
umgangssprachlich konform gehenübereinstimmen
Beispiele:
daß wir politisch überhaupt mit niemand mehr konform gehen [ KlepperSchatten619]
daß unser Standpunkt in Hamburg nicht mit dem Standpunkt der Zentrale konform ging [ Thälm.Reden1,20]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konform · Konformität · Konformist · Konformismus
konform Adj. ‘übereinstimmend, gleichgestimmt, entsprechend’, entlehnt (16. Jh.) aus spätlat. cōnformis ‘gleichförmig, ähnlich’; zu lat. forma ‘Form, Gestalt, Figur’ (s. ↗Form). Vgl. die Fügung konform gehen ‘einer Meinung sein, übereinstimmen’. Konformität f. ‘Übereinstimmung, Entsprechung, Gleichförmigkeit, Gleichheit’ (17. Jh.), aus frz. conformité. Konformist m. ‘Anhänger der anglikanischen Kirche’, d. h. ‘wer sich den Lehren und Vorschriften der Church of England unterwirft’, bzw. Nonkonformist ‘Mitglied der englischen Freikirchen, Dissenter’ (18. Jh.), entsprechend engl. conformist, nonconformist (17. Jh.), zu engl. to conform ‘übereinstimmen, sich anpassen’, dann ‘sich in den Rahmen der englischen Staatskirche einfügen’, aus afrz. conformer ‘(harmonisch) gestalten, sich anpassen’ bzw. unmittelbar aus lat. cōnformāre ‘(harmonisch) bilden, formen, anordnen’, mlat. ‘gleichmachen, sich anpassen’. In neuerer Zeit auch allgemein ‘wer sich der herrschenden Meinung anpaßt’, entsprechend Nonkonformist ‘von der herrschenden Meinung Unabhängiger’ (Mitte 20. Jh.). Konformismus m. ‘Geisteshaltung, die sich der jeweils herrschenden Meinung anzupassen versucht’ (20. Jh.), vermutlich aus gleichbed. frz. conformisme, zu älterem frz. conformiste, das aus engl. conformist entlehnt ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
einhellig · ↗einmütig · ↗einstimmig · konform · ↗kongruent · ↗konkordant · ↗unisono · übereinstimmend
Synonymgruppe
konform · ↗konformistisch · normiert · standardisiert
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›konform‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›konform‹.

Verwendungsbeispiele für ›konform‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das dahinterstehende Interesse geht nicht immer mit der wettbewerbsrechtlichen Beurteilung konform.
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2000
Für einen Moment klingt das so, als denke dieser Paul Frank insgeheim doch auf eine konforme Weise staatsgläubig.
Die Zeit, 08.11.1985, Nr. 46
Diese Entwicklung interessiert uns insofern, als sie konform geht mit der Bildung der Nationalstaaten.
Gudenrath, Eduard: Geist und Gestalt in der Baukunst, Berlin: Oestergaard 1929, S. 172
Selbst was in der fernsten Vergangenheit geschah, muß der hier und jetzt erfahrbaren Wirklichkeit konform sein.
Gigon, Olof: Das hellenische Erbe. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8211
Die Axiome entstehen durch einen Prozeß des Experimentierens, welches sie als geeignet zeigt, die Welt unseren Wünschen konform zu gestalten.
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 13779
Zitationshilfe
„konform“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/konform>, abgerufen am 26.09.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
konfokal
Konföderierte
konföderieren
konföderativ
Konföderation
Konformation
Konformationsanalyse
Konformismus
Konformist
konformistisch