kongenial

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkon-ge-ni-al (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›kongenial‹ als Grundform: ↗Kongenialität
eWDG, 1969

Bedeutung

geistig ebenbürtig
Beispiele:
eine kongeniale Übersetzung
die kongeniale Vertonung eines Gedichtes
er erkannte in ihm einen kongenialen Menschen
Trakls Prosadichtungen ... hat Alfred Kubin mit dreizehn Federzeichnungen versehen, die kongeniale Entsprechungen darstellen [Wirk. Wort1956/57]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Genie · genial · kongenial · Genialität
Genie n. ‘höchste schöpferische Geisteskraft, hochbegabter schöpferischer Mensch’, Entlehnung (Anfang 18. Jh.) von frz. génie ‘Begabung, Geist, Talent’, das zurückgeht auf lat. genius ‘Schutzgeist’, spätlat. ‘schöpferische Begabung, Talent’ (s. ↗Genius), zugleich aber auch lat. ingenium ‘Charakter, Begabung, Geist, Witz’ wiedergibt, auf dessen Einfluß der Genuswechsel im Dt. vom Maskulinum (noch bei Lessing, Schiller) zum heute allein gültigen Neutrum zurückzuführen ist. genial Adj. ‘von schöpferischer hoher Begabung’, seit Schiller übliche Verkürzung von genialisch (18. Jh.), das im Dt. zu Genie gebildet ist und nur formal, nicht nach Herkunft und Inhalt lat. geniālis ‘zum Genius gehörig, ehelich, festlich, heiter’ nahesteht. kongenial Adj. ‘geistig ebenbürtig’ (18. Jh.); s. ↗kon-. Genialität f. ‘schöpferische Begabung’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
einmütig · ↗geistesverwandt · geistig ebenbürtig · harmonisierend · kongenial

Typische Verbindungen
computergeneriert

Adaption Angriffspartner Ausstatter Begleiter Biograph Bühnenbild Duo Entsprechung Ergänzung Gegenüber Gespann Illustrator Interpret Interpretin Librettist Mitstreiter Nachdichtung Nachfahre Offensivpartner Partner Partnerin Sturmduo Sturmpartner Verfilmung Vertonung Widerpart Zusammenspiel Übersetzer Übersetzerin Übersetzung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kongenial‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die gibt es, aber auch sie wirken wie kongenial dazuerfunden.
Die Zeit, 21.03.2011, Nr. 12
Hat hier einer den großen Meister kongenial zu variieren versucht?
Der Tagesspiegel, 16.10.2002
Unglücklicherweise traf Pascal im feindlichen Lager auf keinen kongenialen Gegner.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2506
Hierin hatte er recht, sich als »kongenialen« Nachfolger Nietzsches zu empfinden.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 762
In seinem politischen Werk fand er in dem schwedischen Kanzler Axel Oxenstierna einen kongenialen Nachfolger, in seinem religiösen Anliegen blieb G. A. allein.
Hubatsch, W.: Gustav Adolf. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 17031
Zitationshilfe
„kongenial“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kongenial>, abgerufen am 20.10.2018.

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