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konstruktiv

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung kon-struk-tiv · kons-truk-tiv · konst-ruk-tiv
Wortbildung  mit ›konstruktiv‹ als Erstglied: Konstruktivismus · Konstruktivist
Herkunft vgl. gleichbedeutend constructiffrz
eWDG

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von Konstruktion (1)
Beispiele:
konstruktive Entwicklungsarbeiten
Bauten mit besonderen konstruktiven Schwierigkeiten
konstruktive Veränderungen an einem Flugzeugtyp vornehmen
die konstruktiven Grundlagen einer Maschine
2.
aufbauend, fördernd
Beispiele:
ein konstruktiver Beitrag, konstruktives Misstrauensvotum, Programm
eine konstruktive Politik, Opposition, Verständigung, Zusammenarbeit
konstruktive Ideen, Bemühungen, Vorschläge
eine konstruktive (= helfende) Kritik
ein konstruktives (= folgerichtig entwickelndes) Denken
die Kinder werden in den Kindergärten bewusst zum konstruktiven (= schöpferischen) Spiel angeregt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konstruieren · Konstruktion · konstruktiv · Konstrukteur · Rekonstruktion · rekonstruieren
konstruieren Vb. ‘entwerfen, errichten, bauen, Wörter bzw. Satzglieder zusammenordnen’. Das aus gleichbed. lat. cōnstruere (cōnstrūctum), einer Bildung zu lat. struere ‘schichtweise über- oder nebeneinanderlegen, aufschichten, aneinanderfügen, errichten, ordnen’, entlehnte Verb begegnet im 16. Jh. als grammatischer, später als technischer Terminus. – Konstruktion f. ‘Entwurf, Bau, das Zusammenfügen von Wörtern bzw. Satzgliedern’ (16. Jh.), aus lat. cōnstrūctio (Genitiv cōnstrūctiōnis). konstruktiv Adj. ‘aufbauend, entwickelnd, positiv’, eine latinisierende Bildung des 19. Jhs. nach dem Vorbild von frz. constructif. Konstrukteur m. ‘Entwerfer, Erbauer, Gestalter, Erfinder’ (20. Jh.), frz. constructeur. Rekonstruktion f. ‘Wiederherstellung, Nachbildung, Wiedergabe’, rekonstruieren Vb. ‘wiederherstellen, nachbilden, wiedergeben’ (beide 19. Jh.), nach frz. reconstruction, reconstruire.

Thesaurus

Synonymgruppe
aufbauend · förderlich · konstruktiv

Typische Verbindungen zu ›konstruktiv‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›konstruktiv‹.

Verwendungsbeispiele für ›konstruktiv‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Offenkundig birgt der Begriff mehr in sich, nämlich eine Form konstruktiver Zusammenarbeit. [Dichtl, Erwin: Grundzüge der Binnenhandelspolitik, Stuttgart u. a.: Fischer 1979, S. 31]
Sie setzen sich jetzt noch konstruktiver für die Erfüllung der Pläne ein. [Neuer Weg, Bd. 39, Nr. 1, 1983]
Das Ergebnis dieses konstruktiven Musizierens ist Bewegung in regelmäßigen Formen. [Mannzen, Walter u. a.: Expressionismus. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 11357]
Letztendlich ist es doch viel schwieriger konstruktiv zu sein, als zynisch. [C't, 2000, Nr. 7]
Und damit verpufft dann auch ein Stück jeder konstruktiven Kritik. [Die Zeit, 29.07.1999, Nr. 31]
Zitationshilfe
„konstruktiv“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/konstruktiv>.

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