kontern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkon-tern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›kontern‹ als Erstglied: ↗Konterangriff · ↗Konterattacke · ↗Konterfußball · ↗Konterschlag
 ·  mit ›kontern‹ als Grundform: ↗Konter
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Boxen den Gegner, den Angriff des Gegners durch Konterschläge abwehren
Beispiele:
er konterte ihn geschickt
immer wieder konterte er die Angriffe seines Gegners
Zwei Runden bedrängte er Walasek mit schnellen Rechten und […] seiner gefährlichen Linken, wich kalt aus, konterte [Tageszeitung1963]
übertragen
Beispiel:
Sport Die Begeisterung kennt nach den Toren keine Grenzen, aber mit bewunderungswürdiger Kaltblütigkeit kontert der Gegner [Tageszeitung1963]
2.
jmdn., etw. durch eine Gegenaktion abwehren und übertrumpfen; jmdm. scharf entgegentreten
Beispiele:
die Regierung konterte die deflatorischen Tendenzen mit einer Beschneidung der Kredite
als wir die Fotos bemängelten, konterte er: »Dann machen Sie bessere!«
Wir müssen die Burschen endlich einmal hart kontern [M. WalserEhen395]
Wir leben schließlich in einer Demokratie, so konterte Kollege Steltenkamp mein Befremden [SchallückReineke253]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kontern · Konterschlag
kontern Vb. ‘einen Angriff abfangen und selbst angreifen, schlagfertig entgegnen, ein Druckbild umkehren’, im 20. Jh. als Fachwort des Boxsports aus engl. to counter ‘mit einem Gegenschlag beantworten’ entlehnt, einer Bildung zum Adv. engl. counter ‘gegen, entgegen’ (aus gleichbed. afrz. contre, lat. contrā). Die dt. Schreibweise zeigt Angleichung des Verbs an die Präfixbildungen mit konter- (aus frz. contre-), s. ↗kontra. Zum Verb kontern (und nicht mit dem Präfix konter-) ist das Kompositum Konterschlag m. (20. Jh.) gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) entgegensetzen · (jemandem) die Stirn bieten · ↗(jemandem) entgegentreten · Paroli bieten · ↗dagegenhalten · kontern  ●  Kontra geben  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem etwas) entgegenhalten · den Einwand erheben (dass) · ↗einwenden · ↗einwerfen · ↗entgegnen · ↗erwidern · kontern (mit) · mit dem Gegenargument kommen (dass) · ↗widersprechen  ●  ↗objizieren  geh., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angegriffene Anwurf Argument Attacke Bemerkung Break Einwand Gegenfrage Gegenseite Hinweis Verweis Vorhaltung Vorwurf aus auskontern cool eiskalt geschickt kühl mit postwendend prompt schlagfertig seinerseits sofort souverän süffisant trocken umgehend ungerührt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kontern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das habe er zu bestimmen, konterte der reichlich einfältige Mann.
Die Zeit, 24.10.1997, Nr. 44
Nein, konterte er auf jede Frage nach dem persönlichen Befinden, nein, nichts darüber.
Süddeutsche Zeitung, 28.10.1996
Willi wollte kontern, doch er tat es nicht, Lisa zuliebe.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 317
Die Herren von der Bundesbahndirektion bewiesen Größe und Humor und konterten umgehend.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 98
Dieser konterte ungerührt in einer Kampagne, ein Sieg der SPD wäre der Untergang Deutschlands.
Weizsäcker, Richard von: Dreimal Stunde Null? 1949 1969 1989, Berlin: Siedler Verlag 2001, S. 45
Zitationshilfe
„kontern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kontern>, abgerufen am 23.03.2019.

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