konträr

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkon-trär (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben entgegengesetzt, gegensätzlich, gegenteilig
Beispiele:
konträre Ziele, Meinungen, Ansichten haben
beide Charaktere sind konträr
beide haben einen konträren Geschmack
Deine Natur ... ist der meinen ganz konträr [RinserMitte313]
Jacke und Rock wurden in konträrem Muster verarbeitet [Sibylle1966]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

konträr Adj. ‘entgegengesetzt, gegensätzlich, widrig’. Im 15. Jh. als Fachwort der Nautik bezeugtes contrarie ‘widrig’ (vom Wind) sowie diesem folgende contrari und contrar ‘entgegengesetzt, zuwiderlaufend’ sind entlehnt aus gleichbed. lat. contrārius (zu lat. contrā ‘gegenüber, dagegen, umgekehrt’, s. ↗kontra). Heutiges konträr (seit Anfang 18. Jh.) beruht auf Einfluß oder Entlehnung von frz. contraire.

Thesaurus

Synonymgruppe
advers · ↗entgegengesetzt · ↗gegensätzlich · ↗gegenteilig · konträr · ↗polar · sich widersprechend · ↗unvereinbar · ↗widersprüchlich · widerstreitend  ●  ↗adversativ  fachspr., lat., Sprachwissenschaft · ↗antagonistisch  geh. · ↗antithetisch  geh. · ↗diametral  geh. · ↗diskrepant  geh. · ↗dualistisch  geh. · ↗oppositär  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
antithetisch · ↗gegensätzlich · konträr · ↗paradox · ↗widersinnig · ↗widersprüchlich  ●  ↗disparat  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) selbst widersprechend · ↗folgewidrig · ↗kontradiktorisch · ↗unlogisch · ↗widersinnig · ↗widerspruchsvoll · ↗widersprüchlich  ●  ↗absurd  geh. · ↗irrational  geh. · konträr  geh. · ↗paradox  geh. · ↗sinnwidrig  geh. · ↗vernunftwidrig  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Oxymoron · Quadratur des Kreises · Widerspruch in sich · Zusammenstellung einander widersprechender Begriffe · begrifflicher Widerspruch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansatz Ansicht Auffassung Deutung Ideologie Interessenlage Meinung Position Sichtweise Standpunkt Strömung Temperament Weltanschauung Weltbild beinahe denkend derart entgegenstehen gegenüberstehen geradezu gänzlich höchst komplementär scheinbar stilistisch teils teilweise verhalten verlaufen völlig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›konträr‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese konträren Wirkungen setzen sich in den Funktionen des Schmucks fort.
Süddeutsche Zeitung, 31.12.1997
Entstanden sind zwei konträre Bilder der deutschen Geschichte seit 1945.
Die Zeit, 05.02.1962, Nr. 06
Rossini hat tief unter dem ihm konträren Geist seiner Zeit gelitten.
Lippmann, Friedrich: Rossini. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 28043
Auch hier konstruiert Parsons eine symmetrische Beziehung zwischen zwei konträren, aber gleichermaßen falschen Positionen.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 2. Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 309
Er unterscheidet allgemeine und partikuläre Sätze, definiert Negation, konträren und kontradiktorischen Gegensatz.
Patzig, G.: Aristoteles. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 21855
Zitationshilfe
„konträr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/konträr>, abgerufen am 20.06.2019.

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