kontrastieren

GrammatikVerb · kontrastiert, kontrastierte, hat kontrastiert
Worttrennungkon-tras-tie-ren · kont-ras-tie-ren
HerkunftItalienisch
WortzerlegungKontrast-ieren
eWDG, 1969

Bedeutung

einen Kontrast zu etw. bilden
Beispiele:
kontrastierende Farben
ein Mantel mit einem kontrastierenden Pelzkragen
ihre [der Uniform] Pracht kontrastierte beinahe anstößig mit der kahlen Umgebung [B. FrankTrenck7]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kontrast · kontrastieren
Kontrast m. ‘Gegensatz, ausgeprägter Unterschied’ (besonders bei Farbgebungen), als Fachwort der Malerei aus gleichbed. ital. contrasto oder aus ebenfalls dem Ital. entstammendem frz. contraste entlehnt (18. Jh.). Das Substantiv ist zum Verb ital. contrastare ‘im Gegensatz, im Widerspruch stehen’ gebildet, vlat. contrāstāre (aus lat. contrā, s. ↗kontra-, und lat. stāre ‘stehen’). kontrastieren Vb. ‘im Gegensatz stehen, abstechen’ (18. Jh.), zu Kontrast unter Einfluß von frz. contraster.

Thesaurus

Synonymgruppe
Parallelen ziehen · einen Vergleich anstellen (zwischen) · ↗entgegensetzen · gegeneinander abwägen · ↗gegenüberstellen · in Relation setzen · kontrastieren · ↗vergleichen
Unterbegriffe
  • Dinge vergleichen, die nicht verglichen werden können · einen unfairen Vergleich machen · Äpfel mit Birnen vergleichen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blau Dichte Enge Grau Grün Heiterkeit Hektik Idyll Interieur Melancholie Schlichtheit Schnitte Schwarz Strenge Weiß apart auffallend auffällig effektvoll eigenartig eigentümlich eindrucksvoll krass merkwürdig reizvoll scharf seltsam sonderbar wirkungsvoll wohltuend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kontrastieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eigenartig kontrastieren dazu die zum Teil durchaus hellsichtigen außenpolitischen Analysen.
Süddeutsche Zeitung, 21.04.1997
Dadurch kontrastiert es sehr scharf mit dem kommunistischen Bild des Arbeiters.
Friedrich, Carl Joachim: Totalitäre Diktatur, Stuttgart: Kohlhammer 1957, S. 88
Umso stärker kontrastiert das schwerfällige Spiel der männlichen Hauptfiguren mit tanzenden Bildern.
Die Welt, 13.06.2001
Doch kontrastieren sie häufig durch anderen Takt und einfachere Faktur gegenüber dem Refrain.
Marggraf, Wolfgang: Bergerette. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 6994
Diese Auffassung kontrastiert mit dem Begriff eines immer schon intersubjektiv geteilten kulturellen Wertsystems.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 2. Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 311
Zitationshilfe
„kontrastieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kontrastieren>, abgerufen am 13.11.2019.

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