koppeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkop-peln
Wortbildung mit ›koppeln‹ als Erstglied: ↗Koppelgetriebe · ↗Koppelung · ↗Kopplung
 ·  mit ›koppeln‹ als Letztglied: ↗abkoppeln · ↗aneinanderkoppeln · ↗ankoppeln · ↗auskoppeln · ↗durchkoppeln · ↗loskoppeln · ↗rückkoppeln · ↗zusammenkoppeln
 ·  mit ›koppeln‹ als Grundform: ↗verkoppeln
eWDG, 1969

Bedeutung

etw. verbinden, beweglich vereinigen
a)
Beispiele:
Hunde, Pferde koppeln (= zusammenbinden)
auf einer Weide, wo sie [die Pferde], ihre Vorderbeine gekoppelt, sich ihr Futter zu suchen hatten [TravenGeneral275]
b)
Beispiele:
Wagen an den Zug, den Anhänger an den Lastkraftwagen koppeln (= anhängen, ankuppeln, kuppeln)
zwei Erdsatelliten automatisch koppeln
c)
Technik zwei Teile (durch eine lösbare Vorrichtung) zum Zusammenwirken verbinden, etw. kuppeln
Beispiele:
einen Motor mit einem Ventilator, das Tonband mit dem Telefonapparat koppeln
Elektrotechnik zwei Schwingungskreise miteinander koppeln
d)
Wörter durch Bindestrich zusammenziehen
Beispiel:
mehrgliedrige Straßennamen wie Heinrich-Heine-Straße werden durch Bindestriche gekoppelt
e)
übertragen etw. mit etw. anderem in engen Zusammenhang bringen
Beispiele:
dieses Tatmotiv war mit anderen Motiven gekoppelt
er koppelte sein Versprechen mit bestimmten Bedingungen
besonders gefragte Waren wurden nur gekoppelt (= bei gleichzeitigem Kauf anderer Waren) verkauft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Koppel · Koppel · koppeln
Koppel n. ‘Leibriemen, Wehrgehenk’, mhd. koppel, kopel, kuppel, kupel f. (auch m. n.), mnd. koppel(e), köppel(e), kōpel n. f. ‘Band, Verbindung, Strick, Riemen (zur Befestigung des Zugtieres), Hetzriemen der Jagdhunde, zusammengebundene Tiere (besonders Hunde)’, daher auch ‘Schar, Haufen’, ferner ‘gemeinschaftliches Landstück, Weideland’, beruht zunächst auf einer Entlehnung (als höfisches Jagdwort?) von afrz. cople, couple ‘Band, Hunde-, Zugleine, Paar’ (frz. couple ‘Koppelriemen, zwei gleichartige Dinge, Paar’), hervorgegangen aus gleichbed. lat. cōpula. Doch könnte mhd. kuppel (s. oben) in allgemeiner Bedeutung auch ein ahd. kuppula ‘Band, Strick’ (Hs. 12. Jh.) fortsetzen, das ebenso wie zugehöriges ahd. kuppulōn ‘verbinden’ (Hs. 13. Jh.) direkt aus dem Lat. stammen dürfte (vgl. lat. cōpulāre ‘durch ein Band verknüpfen’). Aus der bereits im Mhd. und Mnd. üblichen Bedeutung ‘Landstück, Weideland’ entwickelt sich, zumal im Nordd., Koppel f. zu ‘Acker-, Feld-, Waldstück’, besonders ‘eingezäuntes Landstück (Feld, Wiese)’ und gelangt in diesem Sinne durch norddeutsche Schriftsteller auch in die Literatursprache (1. Hälfte 19. Jh.). koppeln Vb. ‘mit Riemen aneinanderbinden’ (besonders Tiere), ‘beweglich miteinander verbinden’ (Fahrzeuge, Wagen), auch ‘zur Weide einzäunen’, mhd. koppeln, kopelen, kuppeln, kupelen ‘binden, an die Koppel legen (besonders Hunde), fesseln’, ebenfalls als Jagdausdruck entlehnt aus gleichbed. afrz. copler, coupler, dem lat. cōpulāre ‘durch ein Band verknüpfen, zusammenschließen, -binden’, übertragen ‘Personen vereinigen, zusammenbringen (auch zur geschlechtlichen Vereinigung und zur Eheschließung)’ voraufgeht. Direkt auf das lat. Verb in seiner letztgenannten übertragenen Bedeutung dürfte mhd. frühnhd. kop(p)eln, kup(p)eln ‘(geistig, in Liebe) vereinigen, zusammenbringen’ zurückgehen (s. ↗kuppeln).

Thesaurus

Synonymgruppe
aneinanderkoppeln · koppeln · ↗verbinden · ↗verkoppeln · ↗zusammenfügen · ↗zusammenkoppeln
Synonymgruppe
koppeln · ↗verknüpfen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Diäten Einkommensentwicklung Entlohnung Gaspreis Heizölpreis Hongkong-Dollar Inflationsrate Kirchensteuer Landeswährung Lohnentwicklung Nettolohn Peso Preisentwicklung Preisindex Rentenerhöhung US-Dollar Unternehmenserfolg Vergabe Weihnachtsgeld Währung Yuan abkoppeln aneinander aneinanderkoppeln ankoppeln auskoppeln miteinander rückkoppeln zusammenkoppeln Ölpreis

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›koppeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er lehnte es aber ab, die deutsche Hilfe daran zu koppeln.
Der Tagesspiegel, 12.01.2005
Ebenfalls nicht sehr glücklich hat man die vier zum abendfüllenden Programm bestimmten Filme gekoppelt.
Neues Deutschland, 18.04.1950
Dann wird derselbe Ton mit einem schmerzhaften elektrischen Reiz gekoppelt.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 612
Daher muß die photoperiodische Steuerung mit einem zweiten Kontrollmechanismus gekoppelt sein.
Nultsch, Wilhelm: Allgemeine Botanik, Stuttgart: Thieme 1986 [1964], S. 436
Man konnte auf diese Weise die fünf Saiten in einem begrenzten Register koppeln, hoch und tief.
Milliot, Sylvette: Boisselot (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 2528
Zitationshilfe
„koppeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/koppeln>, abgerufen am 26.08.2019.

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