kopulieren

GrammatikVerb · kopulierte, hat kopuliert
Aussprache
Worttrennungko-pu-lie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›kopulieren‹ als Grundform: ↗Kopulation
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Landwirtschaft ein Edelreis auf einen Baum, Strauch, der veredelt werden soll, übertragen, wobei die schrägen Schnittflächen von Reis und Unterlage aneinandergefügt werden
Beispiel:
der Gärtner wendet bei der Veredelung der Obstbäume die Methode des Kopulierens an
2.
Biologie die geschlechtliche Vereinigung, Begattung vollziehen
Beispiel:
daß sie [die Männchen bestimmter Bienen] sich an den Blüten so benehmen, als ob sie mit einem Weibchen kopulieren wollten [Natur u. Heimat1961]
3.
veraltet jmdn. verheiraten, trauen
Beispiele:
das Brautpaar wurde kopuliert, ließ sich kopulieren
er wurde mit dem Mädchen kopuliert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kopulieren · Kopulation
kopulieren Vb. ‘ehelich zusammenfügen, verheiraten, sich begatten’, dann (Gehölze) ‘veredeln, pfropfen’, entlehnt (zunächst in die Kirchen- und Rechtssprache, 16. Jh.) aus lat. cōpulāre ‘verknüpfen, zusammenbringen, vereinen’. Kopulation f. ‘eheliche Verbindung, Trauung, Pfropfung’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. cōpulātio (Genitiv cōpulātiōnis) ‘Verbindung’.

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
(seinen) ehelichen Pflichten nachkommen · ↗(sich) lieben · Geschlechtsverkehr haben · Verkehr haben · intim werden (mit) · ↗verkehren  ●  Sex haben  Hauptform · den Beischlaf vollführen  Amtsdeutsch · ↗erkennen  biblisch · es kommt zum Geschlechtsverkehr  Amtsdeutsch · mit jemandem schlafen  verhüllend · (den) Lachs buttern  derb · (ein) Rohr verlegen  derb · (eine) Nummer schieben  ugs. · ↗(es) treiben (mit)  ugs. · ↗(jemanden) flachlegen  ugs. · ↗(jemanden) vernaschen  ugs. · Liebe machen  ugs. · Sex machen  ugs. · ↗begatten  fachspr. · ↗bimsen  derb · ↗bumsen  ugs. · einen wegstecken  ugs. · ↗ficken  vulg. · ↗kohabitieren  geh. · ↗koitieren  geh. · kopulieren  fachspr. · ↗nageln  derb · ↗pimpern  derb · ↗poppen  ugs. · ↗pudern  ugs., österr. · ↗rammeln  ugs. · schnackseln  ugs. · ↗vögeln  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • nehmen, was übrig bleibt (für Sex)  ●  Reste ficken  vulg., abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bühne Männchen Paar Stellung Weib durcheinander miteinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kopulieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre Opfer, reiche ältere Herren, kopuliert sie schlicht zu Tode.
Die Zeit, 28.05.2001, Nr. 22
Je öfter die Tiere miteinander kopulieren, desto eher sterben sie.
Süddeutsche Zeitung, 20.02.1999
Einige Tage streifen die beiden gemeinsam durch den Wald, fressen zusammen, beschnuppern sich und kopulieren.
o. A.: Kauzige Verwandte. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Man kopuliert Wildstämmchen von der Dicke eines Federkiels, oder an älteren Bäumen entsprechend dünne Zweige.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 313
Im Falle des Malariaparasiten sind die beiden Zellen, die miteinander kopulieren, sehr verschieden.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 3
Zitationshilfe
„kopulieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kopulieren>, abgerufen am 19.10.2018.

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