kosmologisch

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [kɔsmoˈloːgɪʃ]
Worttrennung kos-mo-lo-gisch
Wortzerlegung  Kosmologie -isch
Herkunft zu kósmosgriech (κόσμος) ‘Ordnung, Anstand, Schmuck, Weltordnung, Welt’ und logikósgriech (λογικός) ‘das Wort, die Vernunft, das Denken betreffend’ < lógosgriech (λόγος) ‘das Sprechen, Wort, Rede, Gegenstand der Rede, Rechnung, Berechnung, Denkvermögen, Vernunft, Ansicht, Meinung’
Wahrig und ZDL

Bedeutung

auf einer Lehre, Theorie oder Vorstellung von der Entstehung und Entwicklung des Kosmos beruhend, die Kosmologie betreffend
siehe auch kosmogonisch
Kollokationen:
als Adjektivattribut: kosmologische Modelle, Theorien, Vorstellungen; die kosmologische Konstante; der kosmologische Gottesbeweis
Beispiele:
Besonders spannend dürfte […] die Erforschung des Urknalls mithilfe von Gravitationswellen sein. Es gibt mehrere kosmologische Theorien dazu, wie sich das frühe Universum entwickelt hat. [Die Welt, 03.05.2019]
Die Verquickung realer Ereignisse mit astronomischen Ereignissen und kosmologischen Vorstellungen ist charakteristisch für die Mayakultur. [Frankfurter Rundschau, 10.09.1997]
Schon dem Philosophen Immanuel Kant (1724–1804) war klar, dass die klassischen Gottesbeweise (also kosmologischer, teleologischer und ontologischer Beweis) nicht funktionieren. [Überall Mord und Totschlag!, 16.05.2013, aufgerufen am 24.11.2020]
Auch Albert Einstein, der das Weltbild revolutionierte, ging […] von einem unveränderlichen Kosmos aus. Als die Gleichungen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie 1917 wider Erwarten kein statisches, sondern ein expandierendes All beschrieben, »korrigierte« Einstein seine Formeln; er fügte einfach einen zusätzlichen Faktor ein, den er »kosmologische Konstante« nannte. [Mehr, als das Auge sehen kann, 06.10.2011, aufgerufen am 24.11.2020]
Sie [die Schriftstellerin Hanna Johansen] schreibt die Geschichte des Himmels weiter, zu dessen Realität inzwischen Galaxien, Spiralnebel und Hintergrundstrahlung gehören. Sie betreibt eine Himmelskunde, die alte Märchen und jüngste kosmologische Spekulation verknüpft. [Steadystate-Märchen, 02.04.1993, aufgerufen am 24.11.2020]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›kosmologisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

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Zitationshilfe
„kosmologisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kosmologisch>, abgerufen am 01.12.2021.

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