krümelig

GrammatikAdjektiv
Nebenform krümlig · Adjektiv
Worttrennungkrü-me-lig ● krüm-lig (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
leicht in Krümel zerfallend
Beispiele:
krümeliges Brot, Gebäck
die Erde war trocken und krümelig
2.
voller Krümel, mit Krümeln bestreut
Beispiel:
um den Tisch herum war der Teppich krümelig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Krume · Krümel · krümeln · verkrümeln · krümelig
Krume f. ‘abgebröckeltes kleines (Brot)stückchen, weiches Inneres (von Brot), oberste lockere Schicht des Bodens’ (vgl. Ackerkrume), mhd. (md.) krume, mnd. krōme, krůme, mnl. crōme, crūme, nl. kruim, aengl. cruma, engl. crumb, schwed. (in)kråm ‘Krume, Eingeweide’ lassen sich vielleicht mit griech. grȳméa (γρυμέα) ‘(Kasten für) Gerümpel’, lat. grūmus ‘Erdhaufen, Hügel’ vergleichen und als Bildungen mit m-Suffix im Sinne von ‘Zusammengekratztes’ an ie. *greu-, *grū- (s. ↗krauen), eine Erweiterung der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’, anschließen. Das Wort erlangt erst nach Luther (der Brosame verwendet) allgemeine Geltung. Krümel m. n. ‘kleines Teilchen’ (besonders von Backwerk) (15. Jh.). krümeln Vb. ‘in kleine Krumen zerfallen’ (15. Jh.). verkrümeln Vb. ‘sich unauffällig entfernen’, eigentlich ‘sich in Krümel auflösen’ (2. Hälfte 18. Jh.). krümelig Adj. ‘in Krümel zerfallend, aus ihnen bestehend’ (19. Jh.), älter krümelicht (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bröckelig · ↗bröcklig · ↗bröselig · krümelig · krümlig · ↗mürbe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es flutscht auch nicht heraus, sondern kommt trocken und krümelig.
Die Zeit, 23.03.1979, Nr. 13
Er war mit seinem schonungslosen Einsatz der krümeligen künstlerischen Globalisierung von heute weit voraus.
Die Welt, 15.12.2005
Der Untergrund soll sich genügend gesetzt haben, die Oberfläche locker und gut krümelig sein.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 49
Um das Wachs als marktfähige Ware herzustellen, werden die vorläufig ausgeschiedenen kleinen und großen krümeligen Massen zu großen, schön geformten Wachsböden zusammengeschmolzen.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 915
Das Anzünden und Anrauchen des krümeligen, schwarzen Tabaks nahm seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Zitationshilfe
„krümelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/krümelig>, abgerufen am 10.12.2019.

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