krakeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkra-keln
GrundformKrakel
Wortbildung mit ›krakeln‹ als Erstglied: ↗Krakelfuß · ↗Krakelschrift · ↗krakelig · ↗kraklig
 ·  mit ›krakeln‹ als Letztglied: ↗herumkrakeln · ↗hineinkrakeln · ↗hinkrakeln · ↗verkrakeln · ↗vollkrakeln
 ·  mit ›krakeln‹ als Grundform: ↗Gekrakel
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend etw. mit unsicherer, zitternder Hand, unleserlich schreiben
Beispiele:
er krakelt seine Anschrift auf den Zettel
krakle, krakele nicht so!
schnell hatte er seine Antwort auf eine Postkarte gekrakelt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

krakeln · krak(e)lig · Krakelei
krakeln Vb. ‘zittrig, ungleichmäßig, schlecht leserlich schreiben’ (19. Jh.). Die Herkunft des nd. md. Verbs ist unbekannt. Vergleichbar sind mnd. krōken, krāken ‘falten’, krōke, krāke, krōkel, krākel ‘(Gesichts)falte, Runzel’, vielleicht auch nhd. Krakel ‘dürrer Zweig’ (danach der diesem ähnliche Schriftzug?). Vgl. Krakelfüße ‘seltsame Schrift’ (Lessing), Krakelwerk ‘seltsam gestaltetes Werk’ (Goethe). krak(e)lig Adj. ‘zittrig, unleserlich geschrieben’ (19. Jh.). Krakelei f. ‘das Krakeln, Gekrakelte’, nd. Krakelie (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
kritzeln  ●  ↗herumkrakeln  ugs. · ↗herumkritzeln  ugs. · herumschmieren  ugs. · ↗hinkrakeln  ugs. · ↗hinkritzeln  ugs. · ↗hinschmieren  ugs. · ↗hinsudeln  ugs. · krakeln  ugs. · ↗schmieren  ugs. · ↗sudeln  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blatt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›krakeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bitte hole ihn zu Dir und gib mir Kraft, ihn loszulassen ", krakelt eine Frau mit schneller Hand.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.1999
Ich krakelte auf seinen Gips und kam mir dabei etwas kindisch vor.
Bild, 02.05.2000
Reporter des Hearst-Zeitungsimperiums schrieben für sie die Texte, sie krakelte ihren Namen darüber.
Die Welt, 14.02.2004
Da werden dann fehlende Notenlinien eiligst an den Rand gekrakelt.
Die Zeit, 28.01.2013, Nr. 04
Kein Politiker baut ihr Krötentunnel, kein Wissenschaftler stellt ihren Fährten nach, und doch ist sie da, kratzt und sprüht und krakelt ohne Anlass, Botschaft, Sinn.
Der Tagesspiegel, 14.10.2004
Zitationshilfe
„krakeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/krakeln>, abgerufen am 10.12.2019.

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