kreatürlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungkre-atür-lich · krea-tür-lich (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›kreatürlich‹ als Erstglied: ↗Kreatürlichkeit
eWDG, 1969

Bedeutung

einem Geschöpf, Lebewesen eigen
Beispiele:
Nun aber traf mich der Strahl ihrer kreatürlichen Mutterliebe [G. Hauptm.3,125]
es war der Schmerz, mein eigener kreatürlicher Schmerz [RinserMitte44]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angst Bedürfnis Dasein Existenz Furcht Leid Leiden Mitleid Nacktheit Not Realismus Schmerz Schrei Sein Solidarität Todesangst geradezu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kreatürlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tatsächlich sind die kreatürlichen Rechte der Tiere fast so wichtig wie die Blätter auf den Tellern.
Die Zeit, 23.07.2012, Nr. 30
Aber freilich hat sein kreatürlicher Realismus den christlichen Rahmen, in dem er einst entstand, verlassen.
Auerbach, Erich: Mimesis, Bern: Francke 1959 [1946], S. 286
Der "Karfreitagszauber" dagegen erwächst in einer fast schon kreatürlichen Reinheit und Ruhe.
Süddeutsche Zeitung, 06.08.2001
Der kreatürliche Wille ist dann auch dem Tod zugeordnet, der ihm bevorsteht, nicht nur der Begattung.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 56
Sonst lastet in der Tat - das ist völlig richtig - der Fluch kreatürlicher Nichtigkeit auch auf den äußerlich stärksten politischen Erfolgen.
Weber, Max: Politik als Beruf. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Politische Schriften, München: Drei Masken Verl. 1921 [1919], S. 437
Zitationshilfe
„kreatürlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kreatürlich>, abgerufen am 12.11.2019.

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