kritteln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung krit-teln
Wortbildung  mit ›kritteln‹ als Erstglied: ↗Kritteler · ↗Krittelsucht · ↗Krittler
 ·  mit ›kritteln‹ als Letztglied: ↗herumkritteln
eWDG, 1969

Bedeutung

abwertend kleinliche Kritik üben, mäkelnd, nörgelnd kritisieren
Beispiele:
du kannst nichts anderes als nur immer kritteln
[Mose] mäkelte, krittelte und regelte an ihrem Dasein [ Th. MannGesetz9,904]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kritteln · bekritteln · herumkritteln
kritteln Vb. ‘kleinliche Kritik üben, tadeln, nörgeln’ entsteht (18. Jh.) unter Einfluß von Kritik, kritisch, kritisieren aus älterem gritteln ‘Einwürfe machen, mäkeln, unzufrieden sein, zanken’ (Ende 17. Jh.). Dessen Herkunft ist ungeklärt. bekritteln Vb. (18. Jh.), herumkritteln Vb. (um 1900).

Typische Verbindungen zu ›kritteln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kritteln‹.

Verwendungsbeispiele für ›kritteln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wirklich zu kritteln gibt es eigentlich nur an der Übersetzung.
Die Zeit, 09.07.1998, Nr. 29
Sie mochte es, geneckt zu werden, und sie lästerte und krittelte auch selber gern.
Der Tagesspiegel, 04.07.2003
An der Funktionalität gibt es dagegen nichts zu kritteln, man findet sich sofort zurecht.
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000
Dem überlässt der Kanzler deshalb gern das Urteil, wenn Opposition und Medien kritteln und meckern.
Die Welt, 18.08.2001
An seiner Politik in Sachen Europa mag dank durchaus nachweisbarer Erfolge niemand so recht kritteln.
Die Welt, 28.02.2000
Zitationshilfe
„kritteln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kritteln>, abgerufen am 28.11.2020.

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