kulminieren

GrammatikVerb · kulminierte, hat kulminiert
Aussprache
Worttrennungkul-mi-nie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

etw. kulminiert in etw.etw. erreicht seinen Höhepunkt in etw., gipfelt in etw.
Beispiele:
die Diskussion kulminierte in der Frage ...
das Ergebnis der Untersuchungen kulminiert in der Feststellung, dass ...
Astronomie ein Gestirn kulminiert (= nimmt den höchsten oder tiefsten Stand in bezug auf den Horizont ein)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kulminieren · Kulmination
kulminieren Vb. ‘den höchsten bzw. tiefsten Stand erreichen’ (von Gestirnen), allgemein ‘den Höhepunkt erreichen, gipfeln’, Entlehnung (18. Jh.) aus gleichbed. frz. culminer, dem lat. culmināre ‘krönen’, mlat. ‘seinen Höchststand durchlaufen’ (von Gestirnen) voraufgeht; zu lat. culmen ‘Höhepunkt, Gipfel, First’. Kulmination f. ‘höchste und tiefste Stellung eines Gestirns’, allgemein ‘Erreichung des Höhepunktes, Gipfelpunktes’ (18. Jh.), frz. culmination; vgl. mlat. culminatio (Genitiv culminationis) ‘Durchgang eines Gestirns durch seinen höchsten Punkt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
den Höhepunkt erreichen · ↗gipfeln · kulminieren · zum Höhepunkt kommen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akt Auflösung Auseinandersetzung Ausruf Begegnung Darstellung Ereignis Ermordung Feststellung Finale Geschehen Gestalt Handlung Haß Holocaust Höhepunkt Konflikt Krise Satz Serie Spannung Streit Szene Tendenz Vision Weisheit darin folgerichtig schließlich vielmehr

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kulminieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die literarische Abrechnung mit der Schule brach nicht mehr ab; sie kulminierte in den zwanziger Jahren.
Die Zeit, 14.09.1984, Nr. 38
Die entscheidenden und anstößigsten Passagen im Film kulminieren am 9.
Der Tagesspiegel, 21.11.2002
In einer Stadt wie Hamburg kulminiert so etwas und bündelt sich brennglasartig.
Der Spiegel, 16.02.1987
In der Fortpflanzung kulminiert und endet oftmals auch ein lange Jahre währender Werdegang.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 37
Die Bemühungen um sprachgerechte Deklamation kulminieren spekulativ wie praktisch in der Monodie.
Dürr, Walther u. Gerstenberg, Walter: Rhythmus. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 33171
Zitationshilfe
„kulminieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kulminieren>, abgerufen am 20.09.2019.

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