kundgeben
GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkund-ge-ben
Wortzerlegungkundgeben
Wortbildung mit ›kundgeben‹ als Erstglied: ↗Kundgebung  ·  Ableitung von ›kundgeben‹: ↗Kundgabe
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben etw. mitteilen, bekanntgeben
Beispiele:
seine Absicht, Ansicht, Meinung kundgeben
einen Wunsch, eine Neuigkeit kundgeben
er gab kund, was ihn zu dieser Tat bewogen hatte
indem Ihr die ... von Eurem König unterschriebene Akte allem Volke kundgebt [C. F. MeyerJenatsch1,162]
etw. gibt sich kundetw. äußert, zeigt sich
Beispiel:
bei Eichendorff gibt sich ... jene drängende Sehnsucht kund, die nach Vereinigung mit der Natur strebt [Muttersprache1966]

Thesaurus

Synonymgruppe
ausrufen · ↗bekannt machen · ↗bekanntgeben · ↗bekanntmachen · ↗kundtun · ↗mitteilen (lassen) · ↗proklamieren · publik machen · publikmachen · ↗verkünden · verlauten lassen · ↗vermelden · ↗veröffentlichen · wissen lassen · öffentlich bekannt machen · öffentlich machen  ●  ↗(öffentlich) bekannt geben  Hauptform · verlautbaren lassen  floskelhaft · zu Kund und Wissen tun  geh., altertümelnd, variabel
Oberbegriffe
  • (sich) an die Öffentlichkeit wenden (mit) · der Öffentlichkeit zugänglich machen  ●  ↗veröffentlichen  Hauptform
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absicht Ansichten Auffassung Bereitschaft Beschluß Entschlossenheit Entschluß Gelegenheit Meinung Presse Sympathie Wahrheit Willen Zustimmung gibt lautstark Überzeugung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kundgeben‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Professor selbst gab kund, dass er kein halbes Jahr mehr warten könne.
Der Tagesspiegel, 28.06.2001
Kundgegeben wurde nur dies: Wir sind alle da, und wir gehören zusammen, und hier ist unser Platz.
Die Zeit, 16.11.1990, Nr. 47
Sie geben dadurch ihr Interesse an der Entwicklung des deutschen Tonfilms kund.
o. A.: 1928. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 3575
Die Absicht des Überholens (S. 104) darf durch Warnzeichen kundgegeben werden.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 102
Als wir ihr unsern Entschluß kundgaben, sofort weiterzureiten, tat ihr diese schnelle Trennung weh.
May, Karl: Winnetou IV, Berlin: Neues Leben 1993 [1910], S. 258
Zitationshilfe
„kundgeben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kundgeben>, abgerufen am 22.10.2017.

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