kundtun

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkund-tun (computergeneriert)
Wortzerlegungkundtun
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben etw. kundgeben
Beispiele:
eine Absicht, seine Ansicht, Meinung, seinen Entschluss kundtun
jmdm. seinen Schmerz kundtun
sie warten darauf, ihr Missfallen kundzutun
er tat uns kund, dass ...
sprichwörtlich Kindermund tut Wahrheit kund
etw. tut sich kund
Beispiele:
ihre Zuneigung tat sich immer mehr kund
Nicht daß in Wort oder Geste sich eine Spannung oder Verstimmung zwischen beiden kundgetan hätte [St. ZweigAmok313]

Thesaurus

Synonymgruppe
bekunden · kundtun · ↗offenbaren · ↗zeigen
Assoziationen
  • (eine) beredte Sprache sprechen · aufschlussreich sein · deutlich werden (lassen)  ●  tief blicken lassen  fig. · (ein) beredtes Zeugnis ablegen (über)  geh. · alles sagen  ugs. · einiges verraten  ugs.
Synonymgruppe
ausrufen · ↗bekannt machen · ↗bekanntgeben · ↗bekanntmachen · ↗kundgeben · kundtun · ↗mitteilen (lassen) · ↗proklamieren · publik machen · publikmachen · ↗verkünden · verlauten lassen · ↗vermelden · ↗veröffentlichen · wissen lassen · öffentlich bekannt machen · öffentlich machen  ●  ↗(öffentlich) bekannt geben  Hauptform · verlautbaren lassen  floskelhaft · zu Kund und Wissen tun  geh., altertümelnd, variabel
Oberbegriffe
  • (sich) an die Öffentlichkeit wenden (mit) · der Öffentlichkeit zugänglich machen  ●  ↗veröffentlichen  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
(mit etwas) an die Presse gehen · (mit etwas) an die Öffentlichkeit gehen · (sich) öffentlich verbreiten (über) · ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zerren · publik machen · publikmachen · öffentlich machen  ●  vor aller Augen ausbreiten  fig. · (der) (sensationsgierigen) Öffentlichkeit zum Fraß vorwerfen  ugs., fig. · kund und zu wissen geben  geh., scherzhaft, veraltet · kund und zu wissen tun  geh., scherzhaft, veraltet · kundtun  geh. · unter die Leute bringen  ugs. · ↗verlautbaren  geh. · ↗vermelden  geh.
Oberbegriffe
  • (sich) an die Öffentlichkeit wenden (mit) · der Öffentlichkeit zugänglich machen  ●  ↗veröffentlichen  Hauptform
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer würde das heute, auch wenn er selbst davon überzeugt wäre, noch in einer Anzeige kundtun wollen?
Die Welt, 18.10.2003
Und wie das Gehen von Bewegung zeugt, wird sich ihre Solidarität vielleicht in der Zusammenarbeit kundtun.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1966]
W. G. ist sinnhaltiges Tun einer Macht, die im W. das geschichtlich-einmalige Ereignis deutet und in ihm ihren Willen kundtut und vollzieht.
Jannasch, W.: Wort Gottes. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 38272
Die Chefin habe ihren Willen kundgetan, sich weitgehend aus der Leitung des Unternehmens zurückzuziehen.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 219
Vielleicht hatte Mutter schon resigniert und fand, daß sie zu alt war, ihre Meinung noch kundzutun.
Rösler, Jo Hanns: Wohin sind all die Jahre..., München: Goldmann 1984 [1964], S. 137
Zitationshilfe
„kundtun“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kundtun>, abgerufen am 21.10.2019.

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