kupfern

GrammatikAdjektiv · ohne Steigerung
Worttrennungkup-fern
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
aus Kupfer
Beispiele:
ein kupferner Kessel
eine kupferne Kanne
kupferne Gefäße, Münzen
bildlich
Beispiele:
die kupferne Hochzeit (= 7. Jahrestag der Eheschließung)
der Kupferne Sonntag (= der drittletzte Sonntag vor Weihnachten)
2.
gehoben von der Farbe des Kupfers, kupferfarben
Beispiele:
sein Gesicht nahm eine kupferne Farbe an
Die Männer sahen rotbraun aus, kupfern wie die Indianer [ViebigSchlafendes Heer67]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kupfer · kupfern
Kupfer n. Halbedelmetall von rötlicher Farbe, ahd. kuphar (9. Jh.), mhd. kupfer, mnd. kopper, mnl. copper führen auf germ. *kuppar, ahd. koffer (Hs. 13. Jh.), mnl. cōper, nl. koper, aengl. copor, anord. koparr dagegen auf germ. *kupar, beide auf unterschiedlichem Wege entlehnt (ersteres auf direktem Wege in Süddeutschland, letzteres über Gallien, vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 217) aus spätlat. cuprum, zuvor cyprum, lat. (aes) Cyprium, griech. kýprion (κύπριον), dem substantivierten Neutrum des Adjektivs griech. kýprios (κύπριος) ‘aus Kupfer, kupfern’, abgeleitet vom Namen der Insel Kýpros (Κύπρος) ‘Zypern’, die im Altertum ein Hauptlieferant dieses Metalls gewesen ist. Zu dem alten germ. Namen für dieses Metall s. ↗ehern. kupfern Adj. ‘aus Kupfer bestehend’, ahd. kuffarīn (Hs. 13. Jh.), mhd. kupferīn, küpferīn.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Außenhaut Axt Becken Braukessel Dach Engel Führungsring Gefäß Gegenstand Hochzeit Kessel Kuppel Leitung Pfanne Ring silbern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kupfern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Durch einen kupfernen Tunnel bahnt man sich den Weg in das sakrale Gebäude, das anmutet wie ein himmlisches Reich.
Die Zeit, 02.08.2010, Nr. 31
Dann erhielt der Turm einen kupfernen Helm, einige Teile der Kirche bekamen ein Dach.
Bild, 06.08.2002
Gegen die wassergießenden kupfernen Frauen am Brunnenrand nahm er sich ausgesprochen schmächtig aus.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 239
Sie hatte den Kopf in ihr kupfernes Haar zurückgelegt, begreiflicherweise von ihrer Tagesarbeit etwas müde.
Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 390
Er beugte sich aus dem Sattel und ließ den kupfernen Klopfer donnern.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 1065
Zitationshilfe
„kupfern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kupfern>, abgerufen am 18.11.2019.

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