Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

lädieren

Grammatik Verb · lädiert, lädierte, hat lädiert
Aussprache 
Worttrennung lä-die-ren
Wortbildung  mit ›lädieren‹ als Erstglied: Lädierung
Herkunft aus gleichbedeutend laederelat
eWDG

Bedeutung

etw. beschädigen
Beispiele:
die Möbel sind durch den Transport sehr lädiert worden
ein lädierter Sessel
eine lädierte Briefmarke
jmds. Anzug ist (leicht) lädiert
etw., jmdn. verletzen
Beispiel:
Die beiden Schwestern aber waren abgereist, etwas lädiert, mit Kratzwunden im Gesicht und ausgerissenen Haarbüscheln [ H. W. RichterSpuren184]
übertragen
Beispiel:
Die Freundschaft ist lädiert [ StrittmatterTinko246]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lädieren Vb. ‘verletzen, beschädigen’, im 16. Jh. aus gleichbed. lat. laedere entlehnt, anfangs meist (wie auch im Lat.) im Sinne von ‘beleidigen’, dann nur noch in Verbindung mit Sachobjekten (s. Kollision).

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›lädieren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lädieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›lädieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er war auch jünger, 1945 geboren; aber lädiert hatte ihn das polnische Schicksal auch schon. [Die Zeit, 29.12.1972, Nr. 52]
Rutscht, leicht lädiert, den Turm entlang und knallt aufs harte Pflaster. [Süddeutsche Zeitung, 05.05.1999]
Der flächendeckende Protest, der nun ins Haus steht, lädiert die Koalition insgesamt. [Die Welt, 20.09.2002]
Ich bin lädiert und habe mich heute morgen nicht gut gefühlt. [Bild, 30.10.2001]
Sie sollen, das wird uns damit bedeutet, lädiert aussehen, vielleicht sogar schwer traumatisiert. [Süddeutsche Zeitung, 17.01.2004]
Zitationshilfe
„lädieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/l%C3%A4dieren>.

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