lärmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunglär-men
Wortbildung mit ›lärmen‹ als Letztglied: ↗durcheinanderlärmen · ↗herumlärmen
eWDG, 1969

Bedeutung

Lärm verursachen
Beispiele:
die Kinder lärmen auf der Straße
der Motor lärmt
die lärmende Menge
das Auto klapperte lärmend
Sie sollen uns lieber unsere Post ausliefern, lärmten die anderen (= sagten die anderen laut und unwillig) [WelkHoher Befehl192]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lärm · lärmen
Lärm m. ‘lautes Geräusch, großes Aufsehen’, hervorgegangen aus ↗Alarm (s. d.), das auf ital. all’arme zurückgeht und eigentlich ‘zu den Waffen’ bedeutet. Im Frühnhd. steht neben Al(l)erma, Al(l)erm seit dem 16. Jh. (unter Wegfall des unbetonten Anlauts) Lermen, Lerma(n). Während Alarm ein Warnsignal bezeichnet, bedeutet Lärm ‘Geräusch, Aufsehen’, im 16. Jh. auch ‘Auflauf, Aufruhr’. Die semantische Nähe beider Wörter zeigt sich im Nebeneinander von Feuerlärm, Feueralarm und Alarm schlagen (mit der Trommel), Lärm schlagen. lärmen Vb. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Krach machen · lärmen · ↗rumoren  ●  ↗rummeln  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bagger Baufahrzeug Baumaschine Kreissäge Lüfter Preßlufthammer Rockband Schulklasse Sone Spatz Trillerpfeife Trommel Wette Zikade draußen durcheinander durchlärmen grölen herum herumlärmen los loslärmen lärmen nebenan ohrenbetäubend poltern ringsum stinken tagsüber vorüber

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lärmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei älteren Platten fehlen die hohen Töne, und so lärmen sie vorwiegend in tieferen Lagen.
C't, 1996, Nr. 9
Auf den Straßen lärmen ihre Blätter für das freie Wort.
Die Zeit, 31.07.1992, Nr. 32
Alles wollte in die Tiefe, lärm umschlungen tiefer, lustlos tiefer.
Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr, München: R. Piper & Co. Verlag 1961, S. 141
Er lärmte und schrie bisweilen derartig, daß nicht ein Wort zu verstehen war.
Friedländer, Hugo: Irrenhausvorgänge vor Gericht. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 3882
Das schwirrte, wirrte, lärmte und schrie von den einzelnen Blocks, wo sich die Massen drängten, in allen Sprachen durcheinander.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 338
Zitationshilfe
„lärmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lärmen>, abgerufen am 09.12.2019.

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