löblich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunglöb-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›löblich‹ als Letztglied: ↗hochlöblich · ↗hochwohllöblich · ↗wohllöblich
eWDG, 1969

Bedeutung

spöttisch anerkennenswert, Lob verdienend
Beispiele:
eine löbliche Gesinnung, Absicht
ein löbliches Unterfangen
sein Fleiß ist sehr löblich
als Zusatz zu Titeln
veraltet
Beispiel:
an den löblichen Magistrat der Stadt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

loben · Lob · geloben · Gelöbnis · verloben · Verlöbnis · Verlobung · löblich · belobigen
loben Vb. ‘(vor anderen) anerkennend hervorheben, rühmen’, ahd. lobōn, lobēn ‘anerkennen, rühmen, verherrlichen, preisen’ (8. Jh.), mhd. loben, auch ‘feierlich versprechen, geloben’, asächs. loƀon ‘preisen’, mnd. mnl. lōven, nl. loven, aengl. lofian, anord. lofa, schwed. lova, germ. *lubōn ‘preisen, rühmen’. Weitere Beziehugen sind ungewiß. Lob n. ‘Anerkennung’, ahd. lob (um 800), mhd. lop ‘Preis, Lobpreisung’, asächs. mnd. mnl. nl. aengl. anord. lof, schwed. lov. geloben Vb. ‘feierlich versprechen’, ahd. gilobōn ‘preisen, billigen’ (9. Jh.), mhd. geloben ‘preisen, versprechen’, mnd. gelōven; Gelöbnis n. ‘feierliches Versprechen’ (15. Jh.). verloben Vb. ‘zur Ehe versprechen’, mhd. verloben ‘übermäßig loben, feierlich versprechen, zur Ehe versprechen, geloben, etw. nicht zu tun, aufgeben, verzichten’; Verlöbnis n. ‘Eheversprechen’ (15. Jh.); Verlobung f. ‘Eheversprechen’ (17. Jh.), zuvor allgemein ‘Versprechen, Gelöbnis’ (16. Jh.). löblich Adj. ‘lobenswert’, ahd. lob(a)līh (9. Jh.), mhd. lobelich ‘rühmlich, feierlich, zum Lob gereichend’. belobigen Vb. ‘eine Anerkennung aussprechen, auszeichnen’ (19. Jh.), Weiterbildung zu mhd. nhd. beloben.

Thesaurus

Synonymgruppe
laudabel · ↗lobenswert · löblich · ↗rühmenswert
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absicht Ansatz Ansinnen Anstrengung Ausnahme Beginnen Bemühen Bemühung Bestreben Eifer Eigenschaft Einsicht Entschluß Gesinnung Initiative Intention Singergesellschaft Tugend Tun Unterfangen Versuch Vorhaben Vorsatz Zurückhaltung Zweck durchaus gewiß höchst minder zwar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›löblich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Ziel ist löblich, doch das Gesetz beschränkt sich keineswegs auf Mißbrauch.
Die Welt, 18.03.1999
Die Handhabung des Systems machte allerdings nicht durchweg löblich von sich reden.
C't, 1998, Nr. 6
Es handelt sich um das löbliche Bestreben, den alten volkstümlichen Namen des Hauptflusses im Wallis wieder zu Ehren zu bringen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 468
Im übertragenen Sinn verwendet man das Wort Datum als Hoffnung oder Bestreben, dem Grimmschen Wörterbuch zufolge allerdings "meist bei nicht löblichen Dingen“.
o. A. [us]: Datum. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [2000]
Zu gering wurde uns die Gesittung des ausgewogenen Maßes und der löblichen Form.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 457
Zitationshilfe
„löblich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/löblich>, abgerufen am 23.04.2019.

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