löffeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunglöf-feln (computergeneriert)
GrundformLöffel
Wortbildung mit ›löffeln‹ als Letztglied: ↗auflöffeln · ↗auslöffeln · ↗einlöffeln · ↗hineinlöffeln · ↗loslöffeln · ↗weiterlöffeln
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
mit dem Löffel essen
b)
mit dem Löffel herumrühren
c)
mit dem Löffel in etw. füllen
2.
landschaftlich, umgangssprachlich verstehen
3.
(besonders) Tennis, Tischtennis, Jargon den Ball mit einer Aufwärtsbewegung des Schlägers von unten schlagen, wobei der Schläger ziemlich waagerecht gehalten wird
4.
umgangssprachlich jmdm. eine löffeln (= jmdn. ohrfeigen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Löffel1 · löffeln
Löffel1 m. kleines Gerät mit schalenartiger Vertiefung zum Schöpfen von Flüssigkeit, besonders ‘Eßgerät’, ahd. leffil (9. Jh.), mhd. leffel, nhd. (mit Rundung des e seit dem 15. Jh.) Löffel, asächs. lepil, mnd. lēpel, leppel, mnl. lēpel, nl. lepel sind im Sinne von ‘Gerät zum Lecken, zum Schlürfen’ mit dem Suffix germ. -ila- (wie ↗Griffel, ↗Gürtel, ↗Schlüssel, s. d.) gebildet zu einem im Nhd. untergegangenen starken Verb ahd. laffan ‘lecken’ (9. Jh.; vgl. leffenti Part.adj., 8. Jh.), mhd. laffen, leffen, mnd. mnl. lāpen ‘lecken, schlürfen’; vgl. dazu schwach flektierendes ahd. gilephen ‘austrinken’ (8. Jh.), aengl. lapian, engl. to lap ‘auflecken, trinken’, nl. leppen ‘schlürfen, mit kleinen Zügen trinken’. Außergerm. sind vergleichbar griech. láptein (λάπτειν) ‘schlürfen, gierig trinken’, lat. lambere ‘lecken’, lit. lapénti ‘gierig herunterschlingen’, aslaw. lopotivъ ‘stammelnd, lallend’, lobъzati ‘küssen’, russ. (älter) lópot (лопот) ‘lärmendes Geschwätz, verworrener Lärm’, lobzát’ (лобзать) ‘küssen’, (derb) lópat’ (лопать) ‘fressen’. Zu erschließen ist eine lautmalende Wurzel ie. *lab(h)-, *lap(h)- ‘schlürfend, schnalzend, schmatzend lecken’. Zur Redensart jmdn. über den Löffel barbieren s. ↗Barbier. löffeln Vb. ‘mit dem Löffel essen, schöpfen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
löffeln · ↗schöpfen
Synonymgruppe
löffeln · mit einem Löffel essen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blechnapf Bohnensuppe Cornflakes Dessert Eintopf Eisbecher Erbsensuppe Frühstücksei Gemüsesuppe Joghurt Kartoffelsuppe Kaviar Kohlsuppe Milchschaum Milchsuppe Müsli Nachtisch Nudelsuppe Plastikbecher Pudding Schüssel Suppe Süppchen Teller Tomatensuppe auslöffeln einlöffeln genüßlich hineinlöffeln löffeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›löffeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im achten Spiel löffelte er den Ball aus unbedrängter Position ins Netz.
Süddeutsche Zeitung, 05.05.1995
Und wenn er nicht gestorben ist, dann löffelt er noch heute.
Die Zeit, 10.11.1989, Nr. 46
Jeder bekam einen großen Teller, und dann löffelten sie sie.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 368
Übrigens - Kaffee und Tee löffelt man nicht, man trinkt aus der Schale.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3110
Der Hans saß ruhig beim Tisch, er löffelte und kaute.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 28
Zitationshilfe
„löffeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/löffeln>, abgerufen am 19.10.2018.

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