labbrig

Alternative Schreibunglabberig
GrammatikAdjektiv
Worttrennunglabb-rig ● lab-be-rig (computergeneriert)
Wortzerlegunglabbern-ig
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend unangenehm weichlich schmeckend
Beispiele:
labbrige Suppe, Kost
ein labbriges Getränk
Spinat ist mir zu labbrig
sie haben ihm nur labbriges Wasser gegeben (= sie haben ihm nur schales, abgestandenes Wasser gegeben)
wo ... er ein Glas Limonade [trank], von der ihm allmählich ganz labbrig (= flau) wurde [FrenssenBaas110]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

labbern · labberig
labbern Vb. ‘schlaff werden, herunterhängen’ (von Segeln), ‘sich hin und her bewegen’ (auch von schwachem Wind, der fortwährend die Richtung ändert), ein nd. Seemannswort; vgl. nl. labberen ‘sachte wehen, flattern’. Das iterative Verb stellt sich mit den unter ↗Lappen (s. d.) und (mit anlautendem s-) unter ↗schlaff, ↗schlapp, ↗schlafen (s. d.) genannten Formen zur Wurzel ie. *lē̌b-, *lō̌b-, *lā̌b- ‘schlaff herabhängen(d)’. labberig Adj. ‘weich, schlapp’, auch ‘fade schmeckend’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
abgestanden · ↗fad · ↗fade · ↗lasch · ↗muffig · ↗schal (Bier, Limonade) · vermufft  ●  labberig  ugs., regional · wie Laternenpfahl ganz unten  ugs.
Assoziationen
  • bedenklicher Brei · fragwürdiger Brei  ●  ↗Pampe  derb · undefinierbare Pampe  derb, Hauptform
  • abgestanden (schmecken) · nicht (mehr) schmecken · ↗schal (Bier) · wie eingeschlafene Füße schmecken
Synonymgruppe
dünn · ↗fade · ↗lasch · ↗wässrig  ●  ↗kraftlos  fig. · labberig (Kaffee, Brühe)  ugs. · labbrig  ugs. · ↗schlabberig (Brei, Suppe)  ugs.
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

T-Shirt schmecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›labberig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Danach fühlen sich meine Beine labberig an, als hätte Säure die Knochen darin aufgelöst.
Die Zeit, 30.01.2012, Nr. 05
Es war ihnen zu süß oder zu labberig, schmeckte schal oder abgestanden.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 292
Einmal lagen sie nicht lang genug im Öl, da waren sie weich und labbrig, lau noch dazu.
Süddeutsche Zeitung, 09.01.1995
Das Display ist ziemlich labberig am Fuß befestigt, und die Stromversorgung neigt zum Rausrutschen.
C't, 1998, Nr. 6
Wenn ich Hähnchen mache, kommt es immer ganz labberig aus dem Ofen.
Bild, 07.04.2003
Zitationshilfe
„labbrig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/labbrig>, abgerufen am 16.09.2019.

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