labbern

GrammatikVerb
Worttrennunglab-bern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›labbern‹ als Erstglied: ↗labberig · ↗labbrig  ·  mit ›labbern‹ als Letztglied: ↗Gelabber
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich, umgangssprachlich dauernd kleine Mengen von etw. Flüssigem, Halbflüssigem essen oder trinken
Beispiel:
Da sitzense umn Tisch rum und labbern rote Gritze [ZuckmayerHauptmann3]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

labbern · labberig
labbern Vb. ‘schlaff werden, herunterhängen’ (von Segeln), ‘sich hin und her bewegen’ (auch von schwachem Wind, der fortwährend die Richtung ändert), ein nd. Seemannswort; vgl. nl. labberen ‘sachte wehen, flattern’. Das iterative Verb stellt sich mit den unter ↗Lappen (s. d.) und (mit anlautendem s-) unter ↗schlaff, ↗schlapp, ↗schlafen (s. d.) genannten Formen zur Wurzel ie. *lē̌b-, *lō̌b-, *lā̌b- ‘schlaff herabhängen(d)’. labberig Adj. ‘weich, schlapp’, auch ‘fade schmeckend’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einer der drei Streifen labberte lose überm Leder, weil die Nähte durchgespielt waren.
Die Zeit, 01.10.2003, Nr. 40
Die meisten der Jungs tragen Jeans, deren Schritt in den Kniekehlen labbert, dazu Baseball-Kappen.
Süddeutsche Zeitung, 10.12.1998
Zitationshilfe
„labbern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/labbern>, abgerufen am 17.10.2019.

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