lacken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung la-cken
Wortbildung  mit ›lacken‹ als Letztglied: ↗anlacken
eWDG

Bedeutung

etw. mit Lack überziehen
Beispiele:
ein gelackter Wagen, Kunstlederkoffer
alle Stücke der Garnitur sind aus hellem gelacktem Holz verfertigt
zuletzt erfolgt das Lacken der Frisur (= die Frisur wird mit Haarlack besprüht)
Das gnädige Fräulein hat sich gerade die Fingernägel frisch gelackt (= mit Nagellack bestrichen) [ KästnerLottchen113]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lack · lacken · lackieren
Lack m. meist mit Farben versetzte Lösung aus Harzen, Asphalten, Pechen, die, auf Holz, Metall aufgetragen, einen glänzenden Oberflächenschutz ergibt, entlehnt im 16. Jh. aus gleichbed. ital. lacca, das wie mlat. laca, lacca, span. laca, mfrz. frz. laque über arab. lakk, pers. lāk auf aind. lākṣā́, rākṣā́ ‘Lack’ zurückgeht; dieses wohl zu verbinden mit aind. rájyati ‘färbt sich, rötet sich, ist rot’ (vgl. Mayrhofer 3, 96). Bestritten wird die Vermutung, aind. lākṣā́ setze eine verlorene Entsprechung des ie. Namens für ↗Lachs (s. d.) fort und beruhe auf *lākṣa- ‘lachsfarben, rot’. Die dt. Belege aus dem 16./17. Jh. verweisen oft auf die Herkunft der Sache, so in Verbindungen wie Florentiner Lack, spanischer Lack. lacken Vb. häufiger lackieren Vb. ‘mit Lack überziehen, anstreichen’ (beide Ende 17. Jh., anfangs auch lacciren, lackziren ‘mit Lack vermischen’); vgl. ital. laccare. In übertragener Verwendung besonders als Part.adj. lackiert im Sinne von ‘geschniegelt, eingebildet’, so in der Verbindung lackierter Affe, gleichbed. mit Lackaffe. S. auch ↗gelackmeiert.

Verwendungsbeispiele für ›lacken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als kleines Mädchen hatte sie ihre Mutter oft dorthin begleitet, wenn der Hut neu gelackt werden mußte.
Die Zeit, 06.12.1991, Nr. 50
Nach dem Schleifen muß die Oberfläche wahlweise gelackt, gewachst oder geölt werden.
Bild, 24.11.1998
Die Köpfe sind in strahlendes Hinterlicht getaucht, gebügelt, gestriegelt, gelackt, unmenschlich geordnet.
Knef, Hildegard: Der geschenkte Gaul, Berlin: Ullstein 1999 [1970], S. 168
Das gnädige Fräulein hat sich gerade die Fingernägel frisch gelackt und schwenkt die Hände, damit der Lack rasch trockne, durch die Luft.
Kästner, Erich: Das doppelte Lottchen, Hamburg: Dressler 1996 [1949], S. 111
Wie könnten sie sein, in einem Geschäftskatalog, in einem Prospekt, wo Waren gelackt, glasiert und fein-fein angepriesen werden?
Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 17.12.1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16664
Zitationshilfe
„lacken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lacken>, abgerufen am 21.06.2021.

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