lamentieren

GrammatikVerb · lamentierte, hat lamentiert
Aussprache
Worttrennungla-men-tie-ren
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›lamentieren‹ als Erstglied: ↗lamentabel  ·  mit ›lamentieren‹ als Letztglied: ↗vorlamentieren
eWDG, 1969

Bedeutung

abwertend jammern
Beispiele:
sie lamentiert bei jeder Kleinigkeit, über jede Kleinigkeit
ich will nicht lamentieren
mit seinem ewigen Lamentieren verdirbt er allen die Laune
Dieser Bengel hätte mit Freuden nach seiner Jacke gegriffen, nach der er so lamentiert hatte [SeghersSiebtes Kreuz4,152]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lamento · Lamentation · lamentieren
Lamento n. ‘Gejammer’. Um 1700 wird als Fachausdruck der Musik ital. lamento ‘Klagegesang’ (in der Oper) übernommen und bald darauf (Ende 18. Jh.) auch allgemein im Sinne von ‘Klage, Jammern’ gebraucht. Dem Ausgangswort lat. lāmentum ‘Wehklage’ liegt die unter ↗lallen (s. d.) genannte, in zahlreichen lautnachahmenden Wörtern auftretende Wurzel ie. *lā- zugrunde. Im Dt. früher bezeugt ist das aus lat. lāmentātio (Genitiv lāmentātiōnis) ‘Wehklagen, Jammer’ entlehnte Lamentation f. (lamentacien 15. Jh., Lamentatz 16. Jh.). lamentieren Vb. ‘jammern, klagen’, auch ‘jammernd erbetteln’, im 16. Jh. aus lat. lāmentārī ‘laut wehklagen’ entlehnt.

Thesaurus

Synonymgruppe
bejammern · ↗klagen · lamentieren · ↗wehklagen · ↗zetern  ●  ↗jammern  Hauptform · ↗barmen  geh., veraltend, regional, literarisch · ↗heulen  ugs. · ↗janke(r)n  ugs. · ↗raunzen  ugs., österr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gelegenheit Manager Niedergang Schicksal Schiedsrichter Schwäche Trainer Ungerechtigkeit ausgerechnet darüber diskutieren endlos gern gerne herum hinterher jammern klagen kürzlich lange laut lauthals lautstark leider lieber müßig schimpfen ständig stöhnen was

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lamentieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ich will nicht lamentieren, da müssen wir einfach durch.
Der Tagesspiegel, 14.12.2003
Ich lamentiere nicht, weil irgendein Kritiker mich mal verrissen hätte.
konkret, 1999
Ein Italiener kommt lamentierend und gestikulierend zurück, sein Geld stimme nicht.
Francke, Alexander: Fünf Wochen im Osten der Vereinigten Staaten und Kanadas, Bern: A. Francke 1913, S. 101
Er sagte das mit seiner hellen, harten Stimme, keineswegs anklägerisch oder gar lamentierend.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 457
Beatriz fragte, ob Persephone mit ihrem Bunker ein Loch ins Weizenfeld geschlagen hätte, nur um zu lamentieren.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 22
Zitationshilfe
„lamentieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lamentieren>, abgerufen am 21.02.2019.

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