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lass

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Ungültige Schreibung laß
Rechtschreibregel § 2
Wortbildung  mit ›lass‹ als Erstglied: Lassheit
eWDG

Bedeutung

gehoben kraftlos, müde, träge
Beispiele:
wie der Herzschlag kam und schwand, / In Stößen bald, dann wieder träg und laß [ Droste-Hülsh.721]
Doch gestattete er seiner Haltung keine lasse Bequemlichkeit [ Th. MannJoseph4,364]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lässig · laß · Lässigkeit · läßlich
lässig Adj. ‘träge, gleichgültig’, heute vielfach ‘ungezwungen und selbstsicher’, spätmhd. leʒʒec, leʒʒic ‘müde, untätig’, Ableitung von dem in der Gegenwart zurücktretenden laß Adj. ‘matt, schlaff, kraftlos, träge’, ahd. (8. Jh.), mhd. laʒ ‘matt, träge, säumig’, asächs. mnd. lat, aengl. læt, anord. latr, got. lats (germ. *lata-), zu der unter lassen (s. d.) angeführten Wurzel (s. auch lasch, letzt). – Lässigkeit f. ‘lässiges Verhalten, Trägheit’ (15. Jh.). Eine Ableitung teils von ahd. mhd. laʒ, teils von lassen (s. d.) ist läßlich Adj. ‘geringfügig, leicht, verzeihlich, duldsam’, spätmhd. læʒlīch ‘was unterlassen, beiseite gelassen werden kann’.
Zitationshilfe
„lass“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lass>.

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