latschen

GrammatikVerb · latschte, ist gelatscht
Aussprache
Worttrennunglat-schen
Wortbildung mit ›latschen‹ als Letztglied: ↗ablatschen · ↗anlatschen · ↗auslatschen · ↗entlanglatschen · ↗herumlatschen · ↗rumlatschen · ↗vorbeilatschen
 ·  mit ›latschen‹ als Grundform: ↗belatschen
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp (schleppend, nachlässig, ohne Haltung) gehen
Beispiele:
er latschte nach Hause, ins Nebenzimmer, über den Damm
wir müssen zu Fuß latschen
über den Rasen, müde durch die Gegend latschen
da latscht ihr im großen Haufen einen Tag lang rund um einen Platz [H. KantAula285]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Latsch · Latschen · Latsche2 · latsch · Lulatsch · latschen · lätschen · latschig · letschert
Latsch Latschen m. Latsche2 f. ‘(langer) Mensch mit schlechter Haltung und nachlässigem Gang’ (19. Jh., wohl älter), frühnhd. Lätsch ‘Tor, Narr’ (16. Jh.), auch ‘Schuh mit niedergetretenem Hinterleder, alter, ausgetretener Schuh, Pantoffel’ (19. Jh.); vgl. frühnhd. letfußer ‘Mensch mit einem Klumpfuß’ und nhd. latsch Adj. ‘schlaff und nachlässig gehend’ (mit latschen Füßen, Goethe). Die genannten (vorwiegend umgangssprachlichen) Wörter sind am besten als affektisch verschärfte Bildungen zu den unter ↗lasch und ↗lässig (s. d.) behandelten Adjektiven aufzufassen. Vgl. (mit unerklärter Erweiterung) Lulatsch m. ‘langaufgeschossener Kerl’. latschen, lätschen Vb. ‘schlurfen, wackelnd, schleppend, ohne Haltung gehen’ (17. Jh.), älter ‘auf dem Boden schleifen’ von Vogelfedern (16. Jh.). latschig Adj. ‘schlurfend, schlaff, nachlässig’ (18. Jh.), älter latschicht (Ende 17. Jh.). letschert Adj. bair. öst. ‘schlapp, müde, langweilig’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) dahinschleppen · (sich) mit schleppendem Gang fortbewegen · ↗(sich) schleppen · schleppend gehen · ↗schlurfen · schlurfend gehen · ↗trotten  ●  ↗kriechen  fig. · latschen  ugs. · ↗schlappen  ugs. · ↗trödeln  ugs. · ↗zockeln  ugs. · ↗zuckeln  ugs.
Oberbegriffe
  • einen Fuß vor den anderen setzen · ↗gehen · ↗laufen  ●  zu Fuß gehen  Hauptform · latschen  ugs., salopp · zu Fuß laufen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
einen Fuß vor den anderen setzen · ↗gehen · ↗laufen  ●  zu Fuß gehen  Hauptform · latschen  ugs., salopp · zu Fuß laufen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bremse Bühne Gegend Rasen ablatschen her herumlatschen hin hinterher mit quer rumlatschen vorbei

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›latschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und man muss bereit sein, öfter mal im Regen durch den Matsch zu latschen.
Die Zeit, 27.10.2006, Nr. 22
Aber er konnte mir nie den Weg absperren, er latschte mir nur nach.
Süddeutsche Zeitung, 08.09.2003
Gut eingeübt und geradezu verschlafen latschten die Gotländer durch die Stadt.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 397
Und das Gesicht latscht dir nach unter der Schirmmütze, und du gehst listige Wege.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 177
Schocker rutscht vom Bett, latscht hinter dem Beamten her, ungekämmt, ungewaschen mit verquollenem, gelblichem Gesicht.
Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 195
Zitationshilfe
„latschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/latschen#1>, abgerufen am 17.09.2019.

Weitere Informationen …

latschen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunglat-schen
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp jmdm. eine Ohrfeige geben
Beispiel:
ich werde dir gleich eine, ein paar latschen!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Latsch · Latschen · Latsche2 · latsch · Lulatsch · latschen · lätschen · latschig · letschert
Latsch Latschen m. Latsche2 f. ‘(langer) Mensch mit schlechter Haltung und nachlässigem Gang’ (19. Jh., wohl älter), frühnhd. Lätsch ‘Tor, Narr’ (16. Jh.), auch ‘Schuh mit niedergetretenem Hinterleder, alter, ausgetretener Schuh, Pantoffel’ (19. Jh.); vgl. frühnhd. letfußer ‘Mensch mit einem Klumpfuß’ und nhd. latsch Adj. ‘schlaff und nachlässig gehend’ (mit latschen Füßen, Goethe). Die genannten (vorwiegend umgangssprachlichen) Wörter sind am besten als affektisch verschärfte Bildungen zu den unter ↗lasch und ↗lässig (s. d.) behandelten Adjektiven aufzufassen. Vgl. (mit unerklärter Erweiterung) Lulatsch m. ‘langaufgeschossener Kerl’. latschen, lätschen Vb. ‘schlurfen, wackelnd, schleppend, ohne Haltung gehen’ (17. Jh.), älter ‘auf dem Boden schleifen’ von Vogelfedern (16. Jh.). latschig Adj. ‘schlurfend, schlaff, nachlässig’ (18. Jh.), älter latschicht (Ende 17. Jh.). letschert Adj. bair. öst. ‘schlapp, müde, langweilig’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) dahinschleppen · (sich) mit schleppendem Gang fortbewegen · ↗(sich) schleppen · schleppend gehen · ↗schlurfen · schlurfend gehen · ↗trotten  ●  ↗kriechen  fig. · latschen  ugs. · ↗schlappen  ugs. · ↗trödeln  ugs. · ↗zockeln  ugs. · ↗zuckeln  ugs.
Oberbegriffe
  • einen Fuß vor den anderen setzen · ↗gehen · ↗laufen  ●  zu Fuß gehen  Hauptform · latschen  ugs., salopp · zu Fuß laufen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
einen Fuß vor den anderen setzen · ↗gehen · ↗laufen  ●  zu Fuß gehen  Hauptform · latschen  ugs., salopp · zu Fuß laufen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bremse Bühne Gegend Rasen ablatschen her herumlatschen hin hinterher mit quer rumlatschen vorbei

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›latschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und man muss bereit sein, öfter mal im Regen durch den Matsch zu latschen.
Die Zeit, 27.10.2006, Nr. 22
Aber er konnte mir nie den Weg absperren, er latschte mir nur nach.
Süddeutsche Zeitung, 08.09.2003
Gut eingeübt und geradezu verschlafen latschten die Gotländer durch die Stadt.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 397
Und das Gesicht latscht dir nach unter der Schirmmütze, und du gehst listige Wege.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 177
Schocker rutscht vom Bett, latscht hinter dem Beamten her, ungekämmt, ungewaschen mit verquollenem, gelblichem Gesicht.
Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 195
Zitationshilfe
„latschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/latschen#2>, abgerufen am 17.09.2019.

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