lauwarm

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunglau-warm
Wortzerlegunglauwarm
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
lau, mäßig warm
Beispiele:
lauwarmes Wasser
lauwarme Umschläge
ein lauwarmes Bad, Essen
mild
Beispiel:
eine lauwarme Nacht
2.
übertragen weder ablehnend noch zustimmend, unentschlossen
Beispiele:
eine lauwarme Zustimmung
ich wünsche nicht, daß sie sich's mit der liederlichen und lauwarmen Wahrheit bequem machen [Th. MannKönigl. Hoheit7,86]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lau · lauwarm
lau Adj. ‘ein wenig warm, nicht heiß’, übertragen ‘unentschlossen, schwankend’, ahd. lāo (9. Jh.), mhd. (flektiert lāwer) ‘lau, mild’, mnd. la(u)w, mnl. laeu, nl. lauw, aengl. hlēow ‘warm, sonnig’, anord. hlær ‘mild, warm’ führen mit ablautendem ↗Lee (s. d.) auf eine im Germ. verbreitete Erweiterung ie. *k̑leu- der Wurzel ie. *k̑el- ‘warm’, aber auch ‘kalt, frieren’. Dazu gehören die außergerm. Verwandten lat. calēre ‘warm sein, glühen’, calidus ‘warm, heiß’, kymr. clyd ‘warm’, lit. šìlti ‘warm werden, sich wärmen’. lauwarm Adj. ‘nicht warm, nicht kalt’, verdeutlichende Zusammensetzung, frühnhd. lowarm (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
handwarm · lau · lauwarm  ●  pipiwarm  derb · ↗pisswarm  derb
Assoziationen
  • lau · ↗lind · ↗mild · mäßig warm

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufguß Bier Brühe Champagner Cola Dusche Getränk Hummer Kaffee Kalbskopf Kamillentee Kartoffelsalat Limonade Milch Mineralwasser Pizza Salat Salzwasser Seifenlauge Seifenwasser Sekt Sommerabend Sommernacht Suppe Tee Wasser Weißwein Whisky Würstchen bestenfalls

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lauwarm‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In kaum einer Stunde sind wir mit vier lauwarmen Gängen durch.
Die Zeit, 28.02.1986, Nr. 10
Flirten ist lauwarmer Kaffee, der gerade noch die Kraft hat, schwach anzuregen.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 3
Was bleibt, sind lauwarme Herzen und die Sehnsucht nach ewigem Rausch.
Süddeutsche Zeitung, 31.05.2003
Die restliche lauwarme Milch folgt stets erst nach der Fettzugabe.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 218
Nein, ich schicke euch keine Nebelkrähe, ich lasse euch auch nicht im lauwarmen, gläsernen abgrundtiefen Meer verschwimmen.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 256
Zitationshilfe
„lauwarm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lauwarm>, abgerufen am 09.12.2019.

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