lebenslänglich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung le-bens-läng-lich
Wortzerlegung lebenslang-lich
Wortbildung  mit ›lebenslänglich‹ als Grundform: ↗Lebenslängliche
eWDG

Bedeutung

erst mit dem Tode endend
siehe auch lang¹ (II 1)
Beispiele:
eine lebenslängliche Haft, Freiheitsstrafe
ein lebenslängliches Asyl
eine lebenslängliche Schuld mit sich herumtragen
jmdm. eine lebenslängliche Rente aussetzen
in lebenslängliche Gefangenschaft geraten
Der ist ein Lebenslänglicher (= bis zu seinem Tode Inhaftierter) [ Wasserm.Maurizius275]
veraltet auf Lebenszeit berufen
Beispiele:
das lebenslängliche Mitglied eines Vereins
der Beamte war lebenslänglich angestellt

Thesaurus

Synonymgruppe
(all) sein Lebtag · durch sein ganzes Leben · ↗lebenslang · lebenslänglich · sein Leben lang · zeit seines Lebens · ↗zeitlebens  ●  sein ganzes Leben hindurch  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›lebenslänglich‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lebenslänglich‹.

Verwendungsbeispiele für ›lebenslänglich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wurde 1935 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu lebenslänglicher Haft verurteilt und war 1935 bis 1945 inhaftiert.
Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - M. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 14964
Eine bedeutende Akte von 1700 hob die 1585 gesetzlich erlassene Todesstrafe auf und setzte an ihre Stelle lebenslängliche Inhaftierung.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2880
Six wird 1939 mit 30 Jahren Professor und sieht sich schon bald darauf lebenslänglich zum Dekan seiner Fakultät ernannt.
konkret, 2000 [1998]
Meine lebenslängliche Neigung zum Trotz – sollte sie damals ihren Anfang genommen haben?
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 2
Die Wahl erfolgt geheim, die teilnehmenden Kardinäle werden eidlich verpflichtet, lebenslängliches strengstes Stillschweigen über die Wahl zu wahren.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 187
Also wir waren Freundinnen und schwuren uns lebenslängliche Treue; Gespielinnen waren wir auch.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 7816
Zitationshilfe
„lebenslänglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lebensl%C3%A4nglich>, abgerufen am 14.04.2021.

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