lebenslänglich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungle-bens-läng-lich
Wortzerlegunglebenslang-lich
Wortbildung mit ›lebenslänglich‹ als Grundform: ↗Lebenslängliche
eWDG, 1969

Bedeutung

erst mit dem Tode endend
siehe auch lang¹ (II 1)
Beispiele:
eine lebenslängliche Haft, Freiheitsstrafe
ein lebenslängliches Asyl
eine lebenslängliche Schuld mit sich herumtragen
jmdm. eine lebenslängliche Rente aussetzen
in lebenslängliche Gefangenschaft geraten
Der ist ein Lebenslänglicher (= bis zu seinem Tode Inhaftierter) [Wasserm.Maurizius275]
veraltet auf Lebenszeit berufen
Beispiele:
das lebenslängliche Mitglied eines Vereins
der Beamte war lebenslänglich angestellt

Thesaurus

Synonymgruppe
(all) sein Lebtag · durch sein ganzes Leben · ↗lebenslang · lebenslänglich · sein Leben lang · zeit seines Lebens · ↗zeitlebens  ●  sein ganzes Leben hindurch  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anstellung Dauerkarte Einzelhaft Festungshaft Freiheitsentzug Freiheitsstrafe Gefängnisstrafe Haft Haftstrafe Höchststrafe Kerker Kerkerhaft Kerkerstrafe Monogamie Ruhegehalt Sicherheitsverwahrung Sperre Verbannung Verwahrung Wohnrecht Zuchthaus Zuchthausstrafe Zwangsarbeit dreimal fünfmal gesperrt sechsmal verurteilt viermal zweimal

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lebenslänglich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wurde 1935 wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu lebenslänglicher Haft verurteilt und war 1935 bis 1945 inhaftiert.
Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - M. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 14964
Eine bedeutende Akte von 1700 hob die 1585 gesetzlich erlassene Todesstrafe auf und setzte an ihre Stelle lebenslängliche Inhaftierung.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2880
Six wird 1939 mit 30 Jahren Professor und sieht sich schon bald darauf lebenslänglich zum Dekan seiner Fakultät ernannt.
konkret, 2000 [1998]
Meine lebenslängliche Neigung zum Trotz – sollte sie damals ihren Anfang genommen haben?
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 2
Die Wahl erfolgt geheim, die teilnehmenden Kardinäle werden eidlich verpflichtet, lebenslängliches strengstes Stillschweigen über die Wahl zu wahren.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 187
Also wir waren Freundinnen und schwuren uns lebenslängliche Treue; Gespielinnen waren wir auch.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 7816
Zitationshilfe
„lebenslänglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lebenslänglich>, abgerufen am 15.11.2019.

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