ledern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungle-dern
Wortbildung mit ›ledern‹ als Letztglied: ↗abledern  ·  mit ›ledern‹ als Grundform: ↗verledern
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw. mit einem Lederlappen putzen
Beispiel:
die Scheiben blank ledern
2.
landschaftlich, salopp jmdn. prügeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Leder · Lederer · ledern
Leder n. ‘gegerbte Tierhaut’, ahd. ledar (um 1000; vgl. halsledar, 9. Jh.), mhd. leder, asächs. leðar, mnd. ledder, mnl. leder, nl. leder, leer, aengl. -leþer, engl. leather, anord. leðr, schwed. läder (germ. *leþra-) finden Entsprechungen in den kelt. Formen air. lethar, kymr. lledr, wobei unklar bleibt, ob das germ. Wort aus dem Kelt. entlehnt oder mit diesem verwandt ist. Da weitere Anknüpfungsversuche ungewiß sind, erwägt de Vries Nl. 387 Herkunft aus einer vorie. Substratsprache. Das Substantiv bezeichnet seit dem Mhd. auch unterschiedliche aus Leder gefertigte Gegenstände, u. a. die ‘Schwertscheide’ (hierzu vom Leder ziehen ‘jmdn. hart angreifen, sich hart äußern’), das ‘Sitzleder’ des Bergmanns (auch Arsch-, Bergleder) und seit 1. Hälfte 20. Jh. den ‘Fußball’. Lederer m. ‘Gerber’, ahd. ledarāri, ledareri (Hs. 12. Jh.), mhd. lederære, lederer; im 17./18. Jh. durch Gerber verdrängt, doch noch mundartlich. ledern Adj. ‘aus Leder, zäh, langweilig’, ahd. lidirīn (9. Jh.), mhd. liderīn, lederīn, lidern, asächs. liðarīn, aengl. liþeren, leþeren, engl. leathern. Das auf Vokalharmonie zurückzuführende i der Stammsilbe in den älteren Sprachstufen hält sich literatursprachlich (besonders im Obd.) bis ins 17. Jh., wird jedoch von dem vom Md. ausgehenden ledern (ähnlich wie gülden durch golden) verdrängt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktenkoffer Aktenmappe Aktentasche Augenbinde Beinkleid Beutel Buchrücken Bundhose Chefsessel Clubsessel Cowboyhut Einband Etui Fliegerjacke Fliegermütze Gästebuch Gürtel Halsband Handschuh Kniebundhose Lendenschurz Ohrensessel Riemen Schirmmütze Schlapphut Schürze Sitzgarnitur Sitzgruppe Treibriemen Umhängetasche

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ledern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es rangen aber nicht nur Nationen um den ledernen Ball.
C't, 1998, Nr. 19
Bei den Männern sehen wir lederne Stiefel, kaftanartige lange Mäntel.
Die Zeit, 28.08.1992, Nr. 36
Ja, da hatte er recht, ein ledernes Blatt war das!
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 449
Die lederne Haut des geräucherten Aales läßt sich beispielsweise nur mit dem Messer vom Fleisch trennen.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 18959
In meinem Zimmer fiel ich wie ein Klotz auf das lederne Sofa hin.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 20301
Zitationshilfe
„ledern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ledern#1>, abgerufen am 22.05.2019.

Weitere Informationen …

ledern

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungle-dern
Wortbildung mit ›ledern‹ als Letztglied: ↗gelbledern · ↗krachledern · ↗kunstledern · ↗rindledern · ↗rindsledern
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
aus Leder
Beispiele:
eine lederne Jacke, Tasche
ein lederner Handschuh
lederne Schuhe
bildlich wie gegerbt, fest
Beispiele:
ein ledernes Gesicht
die Haut wird ledern
zäh
Beispiel:
das Fleisch, der Braten ist ledern
2.
umgangssprachlich, übertragen langweilig, trocken
Beispiele:
ein lederner Pedant
der Vortrag, Roman war recht ledern
Ein ledernes Gerede langweilt [BecherPoet. Konfession168]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Leder · Lederer · ledern
Leder n. ‘gegerbte Tierhaut’, ahd. ledar (um 1000; vgl. halsledar, 9. Jh.), mhd. leder, asächs. leðar, mnd. ledder, mnl. leder, nl. leder, leer, aengl. -leþer, engl. leather, anord. leðr, schwed. läder (germ. *leþra-) finden Entsprechungen in den kelt. Formen air. lethar, kymr. lledr, wobei unklar bleibt, ob das germ. Wort aus dem Kelt. entlehnt oder mit diesem verwandt ist. Da weitere Anknüpfungsversuche ungewiß sind, erwägt de Vries Nl. 387 Herkunft aus einer vorie. Substratsprache. Das Substantiv bezeichnet seit dem Mhd. auch unterschiedliche aus Leder gefertigte Gegenstände, u. a. die ‘Schwertscheide’ (hierzu vom Leder ziehen ‘jmdn. hart angreifen, sich hart äußern’), das ‘Sitzleder’ des Bergmanns (auch Arsch-, Bergleder) und seit 1. Hälfte 20. Jh. den ‘Fußball’. Lederer m. ‘Gerber’, ahd. ledarāri, ledareri (Hs. 12. Jh.), mhd. lederære, lederer; im 17./18. Jh. durch Gerber verdrängt, doch noch mundartlich. ledern Adj. ‘aus Leder, zäh, langweilig’, ahd. lidirīn (9. Jh.), mhd. liderīn, lederīn, lidern, asächs. liðarīn, aengl. liþeren, leþeren, engl. leathern. Das auf Vokalharmonie zurückzuführende i der Stammsilbe in den älteren Sprachstufen hält sich literatursprachlich (besonders im Obd.) bis ins 17. Jh., wird jedoch von dem vom Md. ausgehenden ledern (ähnlich wie gülden durch golden) verdrängt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktenkoffer Aktenmappe Aktentasche Augenbinde Beinkleid Beutel Buchrücken Bundhose Chefsessel Clubsessel Cowboyhut Einband Etui Fliegerjacke Fliegermütze Gästebuch Gürtel Halsband Handschuh Kniebundhose Lendenschurz Ohrensessel Riemen Schirmmütze Schlapphut Schürze Sitzgarnitur Sitzgruppe Treibriemen Umhängetasche

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ledern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es rangen aber nicht nur Nationen um den ledernen Ball.
C't, 1998, Nr. 19
Bei den Männern sehen wir lederne Stiefel, kaftanartige lange Mäntel.
Die Zeit, 28.08.1992, Nr. 36
Ja, da hatte er recht, ein ledernes Blatt war das!
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 449
Die lederne Haut des geräucherten Aales läßt sich beispielsweise nur mit dem Messer vom Fleisch trennen.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 18959
In meinem Zimmer fiel ich wie ein Klotz auf das lederne Sofa hin.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 20301
Zitationshilfe
„ledern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ledern#2>, abgerufen am 22.05.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Ledermosaik
Ledermappe
Ledermantel
Lederleim
Lederlappen
Ledernacken
Lederoptik
Lederpantoffel
Lederpappe
Lederpolster