lila

Grammatik Adjektiv · indeklinabel
Aussprache 
Worttrennung li-la
Herkunft Altindisch → Arabisch → Französisch
Wortbildung  mit ›lila‹ als Erstglied: ↗lilafarben · ↗lilafarbig
eWDG, 1969

Bedeutung

rosa-violett, fliederfarben
Beispiele:
weißer und lila Flieder
die Krokusse blühten gelb und lila
ein kräftiges, leuchtendes Lila
sie hat eine Vorliebe für Lila
umgangssprachlichein lila(n)er Pullover
umgangssprachlichdie Sessel sind mit lila(n)em Stoff bezogen
er [ist] in lila Seide gehüllt [ ZuchardtNarr82]
übertragen
Beispiel:
salopp, scherzhaft»wie geht es dir?« »Danke, lila(= »wie geht es dir?« »Danke, mittelmäßig!«)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lila · Lila
lila Adj. ‘fliederfarben, rosaviolett’. Dem im 19. Jh. auftretenden unflektierten Farbadjektiv lilas, lila gehen die Zusammensetzungen lilasfarben, lil(l)afarb (18. Jh.) voraus. Zugrunde liegt frz. lilas (älter lilac) ‘Flieder, Fliederblütenfarbe’, seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. auch adjektivisch verwendet (frz. lilas ‘von der Farbe der Fliederblüten’). Auch das frz. Substantiv wird im 18. Jh. ins Dt. entlehnt und ergibt Lila n. ‘Fliederblütenfarbe’, älter auch Lilla und (bis ins 19. Jh.) Lilas. Der Name des über Südosteuropa nach Mitteleuropa eingeführten Zierstrauchs (s. ↗Flieder) stammt aus arab. līlāk, das über pers. līläǧ auf aind. nī́laḥ ‘dunkelfarbig, (dunkel)blau, schwarz’ (vgl. aind. nīlī ‘Indigopflanze’, s. ↗Anilin) zurückgeht.

Thesaurus

Synonymgruppe
blaurot · ↗fliederblau · lila · ↗purpur · ↗violett
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›lila‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lila‹.

Verwendungsbeispiele für ›lila‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Eins ist schwarz, die Zwei ist weiß, die Drei rot, die Acht gelb, die Neun ist lila.
Die Zeit, 21.09.2012, Nr. 37
Die Haare waren statt schwarz leider rötlich ausgefallen, nach anderen Beschreibungen sogar lila.
Der Tagesspiegel, 24.12.2004
Auf einem Drittel der eingeschickten Bilder waren die Kühe lila ausgemalt.
Süddeutsche Zeitung, 21.04.1995
Die Wände waren lila, und überall klebten blaue und weiße Sternchen.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 57
An einer der lila und spitz aufragenden Brustwarzen war ein zackiger Orden befestigt.
Sparschuh, Jens: Der Zimmerspringbrunnen, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1995, S. 109
Zitationshilfe
„lila“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lila>, abgerufen am 03.12.2020.

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