lindern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung lin-dern
Wortbildung  mit ›lindern‹ als Letztglied: ↗krampflindernd  ·  mit ›lindern‹ als Binnenglied: ↗schmerzlindernd
eWDG, 1969

Bedeutung

die Heftigkeit einer unangenehmen Empfindung abschwächen, verringern, mildern
Beispiele:
die Schmerzen lindern
jmds. Qual, Leiden zu lindern suchen
die Not, das Elend der Flüchtlinge lindern
Das kühle Wasser in dem er sitzt / ... lindert das Fieber das ihn erhitzt [ P. WeissMarat4]
Grammatik: häufig im Partizip I
Beispiele:
lindernden Balsam in die Wunde träufeln
lindernde Umschläge machen
Das Weh ... und die Sorgen wichen langsam lindernden Tränen [ TralowKepler378]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

linde · lind · gelind(e) · lindern · Linderung
linde lind Adj. ‘der Empfindung wohltuend, mild, sanft, weich’, ahd. lind(i) (8. Jh.), mhd. linde, lint, mnd. linde, mit n-Ausfall und Vokaldehnung asächs. līði, aengl. līþe, engl. lithe ‘biegsam, geschmeidig’ führen mit aind. latā (aus *lṇtā) ‘Schlingpflanze, -gewächs’, lat. lentus ‘biegsam, träge, langsam, geduldig’, kymr. llathr ‘glatt, glänzend’ auf ie. *lent- ‘biegsam, nachgebend’. S. ↗Linde, ↗Lindwurm. gelind(e) Adj. ‘mild, sanft, weich, lieblich, leicht’, verstärktes lind(e), mhd. gelinde. lindern Vb. ‘mildern, erleichtern, besänftigen’ (15. Jh.); dazu Linderung f. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
abschwächen · ↗erleichtern · lindern · ↗mildern · ↗vermindern

Typische Verbindungen zu ›lindern‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lindern‹.

Verwendungsbeispiele für ›lindern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die möchte ich gern lindern, deshalb erzähle ich Ihnen einen Witz.
Süddeutsche Zeitung, 23.05.2003
Auf dem Lande gebe es aber noch Not zu lindern.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1933]
Die Ausbeutung der Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht gelindert, sondern verschärft.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 172
Er fühlte den Schmerz gelindert und verlangte, seinen Tag zu beginnen.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 773
Wir müssen allen Forderungen unserer Zeit opferwillig und opferfreudig gegenüberstehen und jeden Weg beschreiten, der die Not unseres Volkes lindern kann.
o. A.: 1945. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 10305
Zitationshilfe
„lindern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lindern>, abgerufen am 03.12.2020.

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