lockern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunglo-ckern
Wortbildung mit ›lockern‹ als Erstglied: ↗Lockerung  ·  mit ›lockern‹ als Letztglied: ↗auflockern
eWDG, 1969

Bedeutung

etw. locker machen
Beispiele:
die Erde mit der Hacke lockern
den Gürtel, das Seil, die Koppel lockern
die Schraube lockern
er lockerte (= entspannte) seine Muskeln
er lockert sich [Dativ] den Kragen
sich lockernlocker werden
Beispiel:
der Stein in der Mauer hat sich gelockert
übertragen
Beispiele:
unsere Verbindung, Beziehung, das Verhältnis hat sich gelockert
die Vorschriften, Bestimmungen, Sitten lockern sich (= werden nicht streng durchgeführt)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

locker · lockern
locker Adj. ‘unfest, lose, wacklig, leichtfertig’. Das erst im Frühnhd. (md. loger, 15. Jh.) bezeugte Adjektiv kann als Weiterbildung (nach dem Vorbild anderer Adjektive auf -er wie bitter, lauter, munter) von mhd. lücke, lugge ‘locker’ (vgl. in heutiger Mundart obd. luck, schweiz. lugg) angesehen werden. Andere direkte Entsprechungen fehlen. Vielleicht besteht Verwandtschaft mit ↗Lücke und ↗Loch (s. d.). Dazu die Wendung nicht lockerlassen ‘nicht nachlassen’ (eigentlich bei der straffen Handhabung der Zügel?, oder beim Spannen der Streckfolter?). lockern Vb. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
locker machen · lockern · ↗losmachen · ↗lösen · ↗trennen
Synonymgruppe
auflockern · lockern

Typische Verbindungen zu ›lockern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Abriegelung Absperrung Bankgeheimnis Beschränkung Bestimmungen Bindung Blockade Bremse Embargo Exportverbot Fesseln Geldpolitik Griff Haftbedingung Krawatte Kündigungsschutz Ladenschluss Muskel Restriktion Sanktion Schraube Vorschrift Werbeverbot Wirtschaftssanktion Würgegriff Zinsschraube Zinszügel Zunge Zügel auflockern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lockern‹.

Verwendungsbeispiele für ›lockern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einmal nur lockerte sich das demonstrativ gemäßigte Flair der Demonstration.
Die Welt, 01.02.2005
Erschwerend wirke auch die fehlende Bereitschaft einiger Länder, Kontrollen zu lockern.
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2000
Gleichzeitig lockert sich allerdings das strenge gebundene System des Aufbaus.
o. A.: Lexikon der Kunst - A. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 22460
Man suchte in Rom vergebens die kaiserliche Kontrolle zu lockern.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 3805
In New York hatten sich die Verbindungen zum Blues gelockert.
Burkhardt, Werner: Jazz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 39787
Zitationshilfe
„lockern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lockern>, abgerufen am 28.01.2020.

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