lockig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunglo-ckig
Wortbildung mit ›lockig‹ als Letztglied: ↗blondlockig · ↗dunkellockig
eWDG, 1969

Bedeutung

mit Locken
Beispiele:
sie hat blondes lockiges Haar
ein lockiges Kind
Holder Knabe im lockigen Haar [WeihnachtsliedStille Nacht]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Locke · locken1 · lockig
Locke f. ‘Teil des Haares, sich ringelnde Haarsträhne’, ahd. loc m. ‘Haar, Locke’ (8. Jh.), mhd. loc m., auch ‘Mähne’, asächs. lokk m., mnd. locke m., mnl. loc, locke m., nl. lok m. f., aengl. locc m., engl. lock, anord. lokkr m., schwed. lock (germ. *lukka- m.) führen mit griech. lýgos (λύγος) ‘biegsamer Zweig’, lat. luxus ‘verrenkt’ auf die schwundstufige Form ie. *lŭg- der unter verwandtem ↗Lauch (s. d.) genannten Wurzel ie. *leug- ‘biegen’ (wozu auch ↗Loch, ↗Lücke, ↗Luke, s. d.). Lock(e) ist in älterer Sprache mask., noch im 16./17. Jh. der Lock, Plur. die Locke (neben die Locken). Das Fem. Locke, Plur. Locken, tritt seit Anfang des 18. Jhs. auf und setzt sich am Ende des 18. Jhs. durch (vgl. noch ein Lock Haare, Schiller 1783). locken1 Vb. ‘in Locken legen’ (18. Jh.), gebildet zum Substantiv. Doch vgl. schon früher abgeleitetes (aber sich nicht fortsetzendes) ahd. lockōn ‘lockig herabhängen’ (11. Jh.). lockig Adj. ‘Locken habend, gelockt’ (18. Jh.), mhd. lockeht, nhd. lockicht (bis ins 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
gekräuselt · ↗gelockt · gewellt · ↗kraus · lockig · onduliert · ↗wellig

Typische Verbindungen zu ›lockig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bart Blondhaar Fell Haar Haarpracht Haupt Haupthaar Jüngling Knabe Mähne Perücke blond braun dick dunkel grau halblang kraus lang schulterlang schwarz

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lockig‹.

Verwendungsbeispiele für ›lockig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mal waren ihre Haare lockig, mal glatt, mal länger, mal kurz, mal blond, mal schwarz.
Die Zeit, 07.07.2008, Nr. 27
Er ist ein dünner Mann, lockiges Haar, sein Deutsch ist fehlerfrei.
Süddeutsche Zeitung, 09.09.2004
Das lockige braune Haar, das immer unordentlich war, raffte sie mit leuchtend bunten Bändern zusammen.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 19
Auffordernd streckte er ihr den lockigen Kopf hin, beinahe neben den Igel.
Morris, Gerda: Brigitte wehrt sich, Düsseldorf: Iltis 1952, S. 2
Auch ich war ein Mime im lockigen Haar «, sagte er.
Schaeffer, Albrecht: Helianth I, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 3
Zitationshilfe
„lockig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lockig>, abgerufen am 25.01.2020.

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