Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

lodern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung lo-dern
Wortbildung  mit ›lodern‹ als Letztglied: auflodern · emporlodern · umlodern
eWDG

Bedeutung

emporflammen, mit heller, großer Flamme brennen
Beispiele:
das Feuer loderte (bis zum Himmel)
die Flamme lodert
die Holzscheite lodern im Kamin
die Stadt loderte im Brand
übertragen
Beispiele:
die Fackel des Krieges loderte durch Europa
in seinen Augen lodert Hass
lodernde Liebe
lodernder Zorn, Fanatismus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lodern · Lode · Sommerlatte
lodern Vb. ‘mit heller, großer Flamme brennen, emporflammen’, frühnhd. (md.) ludern ‘emporflammen’ (15. Jh.), lodern (16. Jh.), eigentlich wohl ‘emporwachsen’ (vgl. westfäl. lodern ‘üppig wachsen, wuchern’, in der Bedeutung ‘emporflammen’ durch Lohe ‘Flamme’ beeinflußt?). Verwandt mit nhd. (nd.) Lode f. mnd. lōde, (hd.) Lote ‘Schößling, Jungtrieb, Zweig’, älter in ahd. sumarlota, -lata (um 800), mhd. sumerlate, -latte, asächs. sumarloda, mnd. somer-, sommerlade, nhd. Sommerlatte f. ‘Sommertrieb’. Zu ahd. liotan ‘hervorsprießen, wachsen’ (9. Jh.; vgl. irliotan, 8. Jh.), so daß Anschluß an die unter Leute (s. d.) angeführte Wurzel ie. *leudh- ‘emporwachsen, hochkommen’ möglich ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
aufflammen · auflodern · brennen · emporflammen · flackern · hochflammen · hochschlagen (Flammen) · in Flammen aufgehen · in Flammen stehen · in hellen Flammen stehen · lodern · lohen · verbrennen · zucken (Flamme) · züngeln (Flamme)  ●  wüten (Brand, Feuer ...)  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›lodern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lodern‹.

Verwendungsbeispiele für ›lodern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch kurze Zeit später lodert es wieder, an anderer Stelle. [Die Zeit, 08.04.2013, Nr. 15]
Wo es nicht gleich funkt, da lodert es auch später selten. [Die Welt, 21.03.2002]
Da lodert und wütet was, das mehr ist als bloße Behauptung. [Süddeutsche Zeitung, 20.02.2004]
Und der flammende Wind pfeift, zündet und versengt alles, alles brennt und qualmt, alles lodert, man hört nichts als das Lied des flammenden Windes. [Die Zeit, 27.06.1969, Nr. 26]
Alles muß rauschen, schäumen, fliegen, splittern, lodern oder wenigstens radeln. [Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10088]
Zitationshilfe
„lodern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lodern>.

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