lodern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunglo-dern
Wortbildung mit ›lodern‹ als Letztglied: ↗auflodern · ↗emporlodern · ↗umlodern
eWDG, 1969

Bedeutung

emporflammen, mit heller, großer Flamme brennen
Beispiele:
das Feuer loderte (bis zum Himmel)
die Flamme lodert
die Holzscheite lodern im Kamin
die Stadt loderte im Brand
übertragen
Beispiele:
die Fackel des Krieges loderte durch Europa
in seinen Augen lodert Hass
lodernde Liebe
lodernder Zorn, Fanatismus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lodern · Lode · Sommerlatte
lodern Vb. ‘mit heller, großer Flamme brennen, emporflammen’, frühnhd. (md.) ludern ‘emporflammen’ (15. Jh.), lodern (16. Jh.), eigentlich wohl ‘emporwachsen’ (vgl. westfäl. lodern ‘üppig wachsen, wuchern’, in der Bedeutung ‘emporflammen’ durch Lohe ‘Flamme’ beeinflußt?). Verwandt mit nhd. (nd.) Lode f. mnd. lōde, (hd.) Lote ‘Schößling, Jungtrieb, Zweig’, älter in ahd. sumarlota, -lata (um 800), mhd. sumerlate, -latte, asächs. sumarloda, mnd. somer-, sommerlade, nhd. Sommerlatte f. ‘Sommertrieb’. Zu ahd. liotan ‘hervorsprießen, wachsen’ (9. Jh.; vgl. irliotan, 8. Jh.), so daß Anschluß an die unter ↗Leute (s. d.) angeführte Wurzel ie. *leudh- ‘emporwachsen, hochkommen’ möglich ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
aufflammen · ↗auflodern · ↗brennen · ↗emporflammen · ↗flackern · hochflammen · ↗hochschlagen (Flammen) · in Flammen aufgehen · in Flammen stehen · in hellen Flammen stehen · lodern · ↗lohen · ↗verbrennen · ↗zucken (Flamme) · ↗züngeln (Flamme)
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Buschbrand Buschfeuer Dachgeschoß Dachstuhl Fackel Fegefeuer Feuer Flamme Freudenfeuer Glut Großfeuer Holzscheit Kamin Kaminfeuer Lagerfeuer Mahnfeuer Meterhoch Nachthimmel Osterfeuer Ostersonnabend Reetdach Scheiterhaufen Stichflamme Waldbrand auflodern emporlodern hoch lichterloh meterhoch züngeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›lodern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch kurze Zeit später lodert es wieder, an anderer Stelle.
Die Zeit, 08.04.2013, Nr. 15
Wo es nicht gleich funkt, da lodert es auch später selten.
Die Welt, 21.03.2002
Alles muß rauschen, schäumen, fliegen, splittern, lodern oder wenigstens radeln.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10088
Mit einer erhabenen Ruhe und Unbezwinglichkeit loderte sie aus dem düsteren Chaos.
Boy-Ed, Ida: Vor der Ehe. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3178
Fast alle lodern von leidenschaftlicher Vaterlandsliebe und enthalten auch musikalisch einige unvergeßliche Stücke.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 265
Zitationshilfe
„lodern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/lodern>, abgerufen am 23.10.2019.

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