logozentrisch

Worttrennung lo-go-zen-trisch · lo-go-zent-risch
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

dem Geist im Sinne der ordnenden Weltvernunft vor dem Leben den Vorrang gebend

Verwendungsbeispiele für ›logozentrisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Derrida bezeichnet die europäische Kultur nicht nur als logozentrisch, also rational, sondern auch als phallokratisch, also männlich.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 349
Wie produktiv diese Abkehr vom logozentrischen Denken war, ist für Ehrenberg wiederum nachrangig.
Die Zeit, 07.10.2004, Nr. 42
Dekonstruktion hat Derrida sein Verfahren genannt, das nicht weniger sein soll als eine grundlegende Infragestellung der metaphysischen, begriffsfixierten, logozentrischen Denktradition des Abendlandes.
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2000
Der strukturalistische Fetischismus des Signifikanten ist nicht klüger als der »logozentrische« Fetischismus des Signifikats.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 631
Demgegenüber bedeutet die Geschichte des logozentrischen Denkens den undurchführbaren Versuch, zum Behuf der "Denkbarmachung" der Welt Zusammenhänge in Beziehungen aufzulösen.
Klages, Ludwig: Der Geist als Widersacher der Seele, 3. Band, Teil 1: Die Lehre von der Wirklichkeit der Bilder, Leipzig: Barth 1932, S. 6276
Zitationshilfe
„logozentrisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/logozentrisch>, abgerufen am 16.09.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Logotype
Logotherapie
logotherapeutisch
Logos
logorrhoisch
loh
Lohan
Lohbad
Lohblüte
Lohbrühe