losbrechen

GrammatikVerb
Worttrennunglos-bre-chen
Wortzerlegunglos-brechen1
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›ist‹
etw. bricht losetw. beginnt plötzlich, setzt plötzlich mit Macht ein
Beispiele:
ein Sturm, Regenguss bricht los
ein Geschrei, Jubel, Gelächter, Streit, Tumult bricht los
Da brach unter Wolkenbrüchen das Gewitter los [KolbSchaukel181]
2.
mit Hilfsverb ›ist‹
plötzlich heftig zu sprechen beginnen
Beispiel:
Der Vater fingert nervös an seiner Krawatte und bricht dann los: »Jeanne, geh hinaus ...« [JohoPeyrouton27]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) entladen · (sich) entzünden (auch übertragen: Streit .. an) · ↗(sich) lösen · ↗ausbrechen · ↗entbrennen (Streit) · ↗herausbrechen · ↗herausschießen · ↗heraussprudeln · ↗hervorbrechen · ↗hervorkommen · ↗hervorschießen · losbrechen · ↗sprießen
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) ablösen · ↗(sich) abreißen · ↗(sich) abtrennen · ↗(sich) losreißen · ↗(sich) lösen · ↗abblättern · ↗abbrechen · ↗abbröckeln · ↗abfallen · ↗abgehen · ↗abplatzen · ↗abreißen · ↗absplittern · ↗abspringen · losbrechen
Synonymgruppe
anbrechen · ↗anfangen · ↗angehen · ↗beginnen · ↗einsetzen · losbrechen · ↗starten (mit)  ●  ↗entbrennen (Streit)  fig. · ↗anheben  geh. · in Gang kommen  ugs. · ↗losgehen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Applaus Aufruhr Aufstand Begeisterungssturm Beifall Beifallssturm Blitzlichtgewitter Donner Donnerwetter Entrüstungssturm Feuersturm Gelächter Getöse Gewitter Hölle Inferno Jubel Jubelsturm Lawine Mediensturm Orkan Pfeifkonzert Proteststurm Revolte Sturm Tumult Unwetter Volksaufstand Wolkenbruch brechen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›losbrechen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darauf brach in der evangelischen Theologie ein Protest los, der bis heute nicht abgeebbt ist.
Süddeutsche Zeitung, 30.10.1999
Wenn die Stunde gekommen war, dann konnte der Sturm losbrechen.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 166
Endlich erschien er, und nun brach der lang zurückgehaltene Sturm auch gewaltig los.
Bismarck, Hedwig von: Erinnerungen aus dem Leben einer 95jährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 7216
Am Tag danach brach ein Monate andauernder Medienwirbel um dieses Foul los.
Bild, 13.01.2003
Da brach es los, in allen Tonlagen, im lang zurückgedämmten Überschwall.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8863
Zitationshilfe
„losbrechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/losbrechen>, abgerufen am 23.08.2019.

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