luzid

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung lu-zid (computergeneriert)
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›luzid‹ als Grundform: ↗Luzidität

Bedeutungsübersicht+

  1. [gehoben] hell, durchsichtig
    1. a) licht
    2. b) klar
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben hell, durchsichtig
a)
licht
Beispiele:
eine luzide Eingebung
in luziden Augenblicken, Momenten zeigte er sich sehr einsichtig
b)
klar
Beispiele:
eine luzide Erläuterung, Partitur
er hat Freude an einer luziden und eleganten sprachlichen Formulierung
ein Buch ... das sich durch seine luzide Klugheit höchst vorteilhaft von dem tiefensüchtigen Brimborium der deutschen Wagner‑Exegese unterscheidet [ Th. Mann11,281]

Thesaurus

Synonymgruppe
einleuchtend · luzid · ↗überzeugend

Typische Verbindungen zu ›luzid‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›luzid‹.

Verwendungsbeispiele für ›luzid‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn Wahlen im Iran sind nicht gerade von besonders luzidem Charakter.
Die Welt, 06.06.2001
Heute lehne ich sie ab, doch sie waren wunderbar luzid.
Die Zeit, 21.11.1997, Nr. 48
Schwärmten nicht bis heute marxistische Gebrauchswerttheoretiker von seiner luziden Cortina-Frischkäse-Analyse?
konkret, 1992
Die Schriften Simmels etwa kranken allesamt an der Unvereinbarkeit ihrer aparten Gegenstände mit der peinlich luziden Behandlung.
Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 93
Beim nochmaligen luziden Auffädeln der Vorfälle lag einem der Schädel wuselnd um Haaresbreite neben dem Wahn.
Müller,Herta: Der König verneigt sich und tötet, München: Carl Hanser Verlag 2003, S. 126
Zitationshilfe
„luzid“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/luzid>, abgerufen am 01.12.2020.

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