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mäkelig

Grammatik Adjektiv
Nebenform mäklig
Aussprache 
Worttrennung mä-ke-lig ● mäk-lig
Wortzerlegung mäkeln -ig
eWDG

Bedeutung

abwertend (fortwährend) mäkelnd, nörglerisch
Beispiele:
eine mäkelige Person
er ist beim Essen immer mäkelig (= er isst nur ungern, ist beim Essen sehr wählerisch)
umgangssprachlichsie ist mäkelig wie eine Ziege
Reinhold meinte mäklig, die Fränze sehe […] ziemlich abgerissen aus [ DöblinAlexanderpl.184]

Thesaurus

Synonymgruppe
heiklig  österr., bayr. · wählerisch (beim Essen)  Hauptform · (g)schnädderfräsig  ugs., schweiz. · gnäschig  ugs., fränk. · haklich  ugs., österr. · heikel  ugs., bayr., Hauptform · kiebisch  ugs., sächsisch · klott  ugs., moselfränkisch · krüsch  ugs., norddeutsch · käbsch  ugs., sächsisch · mäkelig  ugs., Hauptform, norddeutsch, ostdeutsch · pingelig  ugs., rheinisch · schlauchig  ugs., rheinisch · schleckig  ugs., schwäbisch · schnäkig  ugs., pfälzisch
Assoziationen
  • (sich) das Beste herauspicken · (sich) die besten Stücke herauspicken  ●  (die) Spreu vom Weizen trennen  fig. · guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen (tun)  Spruch · sich die Rosinen aus dem Kuchen picken  fig. · sich die Rosinen herauspicken  fig. · sich die Rosinen vom Kuchen herauspicken  fig.
  • Schleckermaul · jemand, der gerne Süßigkeiten isst  ●  Leckermaul  ugs., Hauptform · Leckermäulchen  ugs. · Naschkatze  ugs. · Schmecklecker  ugs., ruhrdt., regional · Zuckermaul  ugs. · Zuckermäulchen  ugs. · süßer Zahn  ugs.
  • anspruchsvoll · das Beste ist gerade gut genug · kritisch · wählerisch  ●  spitzfingrig  fig. · krüsch  ugs., regional · schneubisch  ugs., regional

Verwendungsbeispiele für ›mäkelig‹, ›mäklig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man hört nicht ein Wort der Kritik aus der sonst so mäkeligen Partei. [Der Tagesspiegel, 05.12.2001]
Es sind erstaunlich selbstbewußte, mäkelige, trotzige, liebenswerte, uninteressierte kleine Menschen, die denen ähneln, die sie erzogen haben. [Die Zeit, 06.12.1996, Nr. 50]
Es mag mäkelig erscheinen, den Erfolg von Edelgard Bulmahn nicht zu feiern. [Süddeutsche Zeitung, 24.06.2004]
Natürlich gab und gibt es mäkelige Zeitgenossen, die dem Ganzen nichts abgewinnen können. [Die Zeit, 27.11.2003, Nr. 49]
Ein Koch und ein Konditor servieren mit Vergnügen und Erfolg der äußerst eigensinnigen und mäkeligen Kundschaft. [Die Welt, 05.06.2004]
Zitationshilfe
„mäkelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/m%C3%A4kelig>.

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