mäkelig

Alternative Schreibungmäklig
GrammatikAdjektiv
Worttrennungmä-ke-lig · mäk-lig
Wortzerlegungmäkeln-ig
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend (fortwährend) mäkelnd, nörglerisch
Beispiele:
eine mäkelige Person
er ist beim Essen immer mäkelig (= er ißt nur ungern, ist beim Essen sehr wählerisch)
umgangssprachlichsie ist mäkelig wie eine Ziege
Reinhold meinte mäklig, die Fränze sehe ... ziemlich abgerissen aus [DöblinAlexanderpl.184]

Thesaurus

Synonymgruppe
wählerisch (beim Essen)  Hauptform · (g)schnädderfräsig  ugs., schweiz. · gnäschig  ugs., fränk. · haklich  ugs., österr. · ↗heikel  ugs., bair., Hauptform · kiebisch  ugs., sächsisch · klott  ugs., moselfränkisch · ↗krüsch  ugs., norddeutsch · käbsch  ugs., sächsisch · mäkelig  ugs., Hauptform, norddeutsch, ostdeutsch · ↗pingelig  ugs., rheinisch · schlauchig  ugs., rheinisch · ↗schleckig  ugs., schwäbisch · ↗schnäkig  ugs., pfälzisch
Assoziationen
  • (sich) das Beste herauspicken · (sich) die besten Stücke herauspicken  ●  (die) Spreu vom Weizen trennen  fig. · guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen (tun)  Spruch · sich die Rosinen aus dem Kuchen picken  fig. · sich die Rosinen herauspicken  fig. · sich die Rosinen vom Kuchen herauspicken  fig.
  • Schleckermaul · jemand, der gerne Süßigkeiten isst  ●  ↗Leckermaul  ugs., Hauptform · Leckermäulchen  ugs. · ↗Naschkatze  ugs. · Schmecklecker  ugs., ruhrdt., regional · Zuckermaul  ugs. · Zuckermäulchen  ugs. · süßer Zahn  ugs.
  • anspruchsvoll · das Beste ist gerade gut genug · ↗kritisch · ↗wählerisch  ●  spitzfingrig  fig. · ↗krüsch  ugs., regional · schneubisch  ugs., regional
  • (ein) schlechter Essen sein · (nur / zu) wenig essen · essen wie ein Spatz

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man hört nicht ein Wort der Kritik aus der sonst so mäkeligen Partei.
Der Tagesspiegel, 05.12.2001
Die Kundschaft war sehr verwöhnt und mäklig, kaufte aber fast alles auf Abzahlung.
Neue deutsche Literatur, Bd. 1, Nr. 2, 1953
Es sind erstaunlich selbstbewußte, mäkelige, trotzige, liebenswerte, uninteressierte kleine Menschen, die denen ähneln, die sie erzogen haben.
Die Zeit, 06.12.1996, Nr. 50
Es mag mäkelig erscheinen, den Erfolg von Edelgard Bulmahn nicht zu feiern.
Süddeutsche Zeitung, 24.06.2004
Die immer so mäklige Öffentlichkeit von "Bild" bis "Spiegel" zeigt sich vom ersten Moment an schwer beeindruckt.
o. A.: BJÖRN ENGHOLM: BERUF HOFFNUNGSTRÄGER. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1991]
Zitationshilfe
„mäkelig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mäkelig>, abgerufen am 21.11.2019.

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