majestätisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungma-jes-tä-tisch (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben würdevoll, hoheitsvoll
Beispiele:
eine majestätische Haltung einnehmen
der majestätische Flug des Adlers
eine majestätische Geste
majestätisch schreiten
während die Silbermöwe majestätisch ... dahinschwamm [Storm2,247]
erhaben
Beispiele:
eine majestätische Bergwelt, Landschaft
majestätisch ruhte der See
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Majestät · majestätisch
Majestät f. Anrede für Kaiser und Könige, mhd. majestāt m. f., spätmhd. majestæt entspricht lat. maiestās (Genitiv maiestātis) ‘Größe, Hoheit, Würde einer Gottheit oder hochgestellter Menschen, Würde des Staates bzw. Staatsoberhauptes, Ansehen, Pracht’, das zu lat. maius, der neutralen Form des Komparativs maior (zu lat. magnus ‘groß, bedeutend, mächtig, reich’) gebildet ist. Der Ausdruck dient bereits in der Antike zur Kennzeichnung kaiserlicher Würde, in der lat. Kirchensprache zur Bezeichnung der Glorie Gottes. Er wird im späten Mittelalter Titel des deutschen Kaisers (keiserlīche majestāt, 14. Jh.) wie auch des noch nicht zum Kaiser gekrönten deutschen Königs (kuninglīche majestāt, 15. Jh.) und bald feste Anrede für Kaiser und Könige und deren Gemahlinnen. Erst im 18. Jh. wird der Gebrauch unter Rückgriff auf das lat. Vorbild auf hoheitsvolle, erhabene Erscheinungen und Dinge der Natur oder des geistigen Bereichs ausgedehnt. majestätisch Adj. ‘erhaben, der Würde eines Herrschers entsprechend’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
fürstlich · ↗hoheitsvoll · ↗königlich · majestätisch · ↗royal  ●  ↗regal  lat. · ↗erlaucht  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anblick Aura Bergwelt Eleganz Flügelschlag Freitreppe Gelassenheit Gletscher Kathedrale Kulisse Langsamkeit Linde Löwe Pose Pracht Schönheit Tafelberg Vogel abschreiten aufragen aufragend daliegen erhaben geradezu gleiten ragen schreiten thronen wahrhaft überragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›majestätisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Augen starr auf das majestätische Tier gerichtet, vergisst er alles um sich herum.
Der Tagesspiegel, 26.01.2001
Er hebt die weißen Flügel - und dann schwebt er majestätisch davon.
Bild, 27.12.2000
Der Berg erhob sich in seiner ganzen majestätischen Größe über ihm.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 39
Die ganze majestätische Macht des alten Reiches zog vor seinen Augen dahin.
Roth, Joseph: Radetzkymarsch, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1978 [1932], S. 235
Der waldige Berg schaute majestätisch auf die saubere Stadt nieder.
Walser, Robert: Jakob von Gunten, Zürich: Suhrkamp 1973 [1909], S. 3
Zitationshilfe
„majestätisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/majestätisch>, abgerufen am 19.03.2019.

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