manch

GrammatikIndefinitpronomen
Aussprache
Wortbildung mit ›manch‹ als Erstglied: ↗manchenorts · ↗mancherorts · ↗mancherwärts · ↗manchmal
eWDG, 1974

Bedeutung

bezeichnet eine Anzahl vereinzelter, nicht als geschlossene Gruppe auftretender Personen oder Sachen einer Gattung   der eine und der andere unter vielen, hier und da einer, hin und wieder einer
a)
adjektivisch
Beispiele:
mancher Mensch, manch ein Mensch
mancher alte Mensch, manch (ein) alter Mensch
manche alte(n) Menschen, manch alte Menschen
manches unbedachte, manch unbedachtes Wort ist gefallen
er hat schon in manchem schwierigen Fall geholfen
hier sieht man die Frucht manches förderlichen Gedankens, manch eines förderlichen Gedankens
manche ungeklärte(n) Fragen blieben noch übrig
trotz mancher unüberwindlicher Schwierigkeiten
in mancher Nacht
an manchen Tagen
umgangssprachlich manches liebe Mal (= ziemlich oft) bin ich dort gewesen
sprichwörtlich wenn mancher Mann wüsste, wer mancher Mann wär', gäb' mancher Mann manchem Mann manchmal mehr Ehr'
Ja, manche Stunde schlich vorbei, / Manch harte Stunde [Droste-Hülsh.708]
manch einermancher
Beispiel:
manch einem ist egal, was für Zigaretten er raucht
b)
substantivisch
Beispiele:
mancher wollte das alles nicht glauben
manchem haben seine Worte gut getan
manche (von uns) mussten wieder umkehren
umgangssprachlich manche (= manche Leute, Menschen) mögen das nicht, rauchen viel zu viel, sehen sich nur Krimis an
so manche (= ziemlich viele) verfügten über gute Kenntnisse
manchesallerhand Verschiedenes, ziemlich viel
Beispiele:
wir haben manches erlebt
Ein Chauffeur hört doch manches [M. WalserHalbzeit427]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mancher · manch · mannigfach · mannigfaltig · manchmal
mancher manch Indef.pron. zur Angabe einer unbestimmten Anzahl aus einer größeren Menge, ‘der eine oder andere, einige, etliche’, ahd. manag (8. Jh.), manīg (8./9. Jh.), mhd. manec, manic, menic ‘viel, vielfach, vielgestaltig, manch’, asächs. manag ‘viel, manch’, mnd. mannich, mennich, mnl. mēnich, man(n)ich, mennich, nl. menig, aengl. manig, monig, mænig ‘viel’, engl. many ‘viele’, anord. mangr ‘manch’, schwed. mången, got. manags ‘viel’ (germ. *managa-) lassen sich vergleichen mit aslaw. mъnogo, russ. mnógo (много) ‘viel’ und air. menicc ‘häufig, reichlich’. Daraus läßt sich ie. *menegh-, *monegh-, *monogh- und (für das Slaw.) ie. *moonogh- ‘reichlich, viel’ erschließen. Das alte Adjektiv, dessen Bedeutung ‘viel’ das zugehörige Substantiv ↗Menge (s. d.) bewahrt, geht bereits früh in pronominalen Gebrauch über, der im Frühnhd. vorherrschend wird. Schreibung mit ch, in mhd. Zeit zuerst im Md. auftretend, wird im Nhd. (von Luther gestützt) zur Regel, seit dem 15. Jh. auch im Inlaut (mancher). Ursprüngliches -g bleibt erhalten in mannigfach Adj. ‘vielfältig’, spätmhd. manecvach, und mannigfaltig Adj. ‘vielfältig’, ahd. managfaltīg (10. Jh.), manīgfaltīg (um 1000), mhd. manecvaltec, auch ‘ungleich, unbeständig’. manchmal Adv. ‘hin und wieder, gelegentlich’ (16. Jh.).
Zitationshilfe
„manch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/manch>, abgerufen am 16.10.2018.

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