mangeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungman-geln (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

etw. mangelt (jmdm.), es mangelt (jmdm.) an etw.etw. Notwendiges fehlt (jmdm.)
Beispiele:
ihm mangelte Mut, Autorität, Selbstvertrauen, die Vernunft
es mangelte ihm an Mut, Autorität, Selbstvertrauen, Vernunft
uns mangelt es an nichts
es hat ihr nie an etw. gemangelt
Geld, Geduld mangelte
es mangelte am Nötigsten, an manchem, allem, an einer Gelegenheit
seine mangelnde (= mangelhafte) Aufmerksamkeit, Verantwortung wurde kritisiert
der Atem mangelte ihm [MoloEin Deutscher419]
es konnte nur ein mündlicher Unterricht stattfinden, weil Strom mangelte [GaiserSchlußball41]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mangel1 · Mange · mangeln1
Mangel1, auch (südd.) Mange f. ‘Glättrolle’ für Wäsche, früher auch für (gefärbte) Webwaren (15. Jh.). Mhd. mange ‘Kriegsmaschine, Steinschleuder’, mnd. mange, mnl. manghe sind Entlehnungen aus mlat. manga, mangana ‘Werkzeug, Wurfmaschine, Hebelgeschütz’, spätlat. manganum ‘Werkzeug, Maschine’, griech. mánganon (μάγγανον) ‘Achse oder Rolle im Flaschenzug, eiserner Pflock, Bolzen, Schleudermaschine’. Die mit (Spann)walzen versehene Schleudermaschine wird mit Hilfe niederschnellender, mit Steinen gefüllter Kästen ausgelöst. Die Bezeichnung Mange(l) wird auf die den Tuchen Glanz verleihenden Maschinen übertragen, die mit ihren Glättwalzen, durch steingefüllte Kisten beschwert, einer Wurfschleuder ähneln. Auslautendes -l tritt in Analogie zu anderen Gerätebezeichnungen auf -el an. mangeln1 Vb. ‘mit beschwerten Rollen glätten’ (15. Jh.).

mangeln2 · Mangel2 · mangelhaft · bemängeln
mangeln2 Vb. ‘nicht ausreichend vorhanden sein, fehlen’, ahd. mangalōn (9. Jh.), mhd. mnd. mangelen, mangeln ‘Mangel haben, leiden, entbehren müssen’ ist wie mhd. mangen entlehnt aus spätlat. mancāre ‘verstümmeln, zum Krüppel machen, mangeln, fehlen’, das über Italien (vgl. ital. mancare ‘mangeln, fehlen’) nach dem Norden vermittelt wird; vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 312 ff. Zugrunde liegt lat. mancus ‘gebrechlich, unvollständig, mangelhaft’, eigentlich ‘verstümmelt, verkrüppelt’, woraus (über Gallien) entlehntes mnl. manc, nl. mank ‘hinkend, lahm’. Mangel2 m. ‘Entbehrung, Knappheit, Fehler, Unzulänglichkeit’, Rückbildung aus dem Verb, mhd. mangel ‘Mangel, Gebrechen’; vgl. ahd. mangalunga ‘Mangel, Verlust’ (11. Jh.). mangelhaft Adj. ‘ungenügend, notdürftig, unvollständig, fehlerhaft’ (15. Jh.). bemängeln Vb. ‘beanstanden, auszusetzen haben’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) platt machen · ↗glätten · mangeln · ↗plätten · ↗walzen  ●  ↗bügeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(es) fehlt an · (es) hapert an · ↗ausbleiben · ↗fehlen · kranken an · mangeln  ●  happern  österr., bair. · ↗(einer Sache) ermangeln  geh. · ↗mankieren  ugs., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitskraft Bereitschaft Durchschlagskraft Fachkraft Fähigkeit Geld Idee Interessent Kreativität Motivation Mut Nachwuchs Personal Phantasie Professionalität Präzision Selbstbewußtsein Selbstvertrauen Transparenz Vision Wille daran es keineswegs leider nicht nie offenbar offensichtlich oft

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mangeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch es fehlt nicht nur Zeit - am Geld mangelt es genauso.
Die Welt, 30.05.2005
Doch bei der Umsetzung mangele es der rot-grünen Regierung am Willen.
Der Tagesspiegel, 11.12.2002
Doch oft mangelt es in kleinen Küchen an Platz für einen Tisch.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 329
Ja, und Filme haben wir vorläufig noch, es mangelt nicht.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 19.07.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Aber eben am Gehorsam habe es Spee von jeher gemangelt.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 784
Zitationshilfe
„mangeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mangeln#1>, abgerufen am 18.11.2019.

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mangeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungman-geln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›mangeln‹ als Erstglied: ↗Mangler  ·  mit ›mangeln‹ als Letztglied: ↗heißmangeln
eWDG, 1974

Bedeutung

etw. mit einer Mangel glätten
Beispiele:
Wäsche, Hemden mangeln
etw. mangeln lassen, zum Mangeln bringen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mangel1 · Mange · mangeln1
Mangel1, auch (südd.) Mange f. ‘Glättrolle’ für Wäsche, früher auch für (gefärbte) Webwaren (15. Jh.). Mhd. mange ‘Kriegsmaschine, Steinschleuder’, mnd. mange, mnl. manghe sind Entlehnungen aus mlat. manga, mangana ‘Werkzeug, Wurfmaschine, Hebelgeschütz’, spätlat. manganum ‘Werkzeug, Maschine’, griech. mánganon (μάγγανον) ‘Achse oder Rolle im Flaschenzug, eiserner Pflock, Bolzen, Schleudermaschine’. Die mit (Spann)walzen versehene Schleudermaschine wird mit Hilfe niederschnellender, mit Steinen gefüllter Kästen ausgelöst. Die Bezeichnung Mange(l) wird auf die den Tuchen Glanz verleihenden Maschinen übertragen, die mit ihren Glättwalzen, durch steingefüllte Kisten beschwert, einer Wurfschleuder ähneln. Auslautendes -l tritt in Analogie zu anderen Gerätebezeichnungen auf -el an. mangeln1 Vb. ‘mit beschwerten Rollen glätten’ (15. Jh.).

mangeln2 · Mangel2 · mangelhaft · bemängeln
mangeln2 Vb. ‘nicht ausreichend vorhanden sein, fehlen’, ahd. mangalōn (9. Jh.), mhd. mnd. mangelen, mangeln ‘Mangel haben, leiden, entbehren müssen’ ist wie mhd. mangen entlehnt aus spätlat. mancāre ‘verstümmeln, zum Krüppel machen, mangeln, fehlen’, das über Italien (vgl. ital. mancare ‘mangeln, fehlen’) nach dem Norden vermittelt wird; vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 312 ff. Zugrunde liegt lat. mancus ‘gebrechlich, unvollständig, mangelhaft’, eigentlich ‘verstümmelt, verkrüppelt’, woraus (über Gallien) entlehntes mnl. manc, nl. mank ‘hinkend, lahm’. Mangel2 m. ‘Entbehrung, Knappheit, Fehler, Unzulänglichkeit’, Rückbildung aus dem Verb, mhd. mangel ‘Mangel, Gebrechen’; vgl. ahd. mangalunga ‘Mangel, Verlust’ (11. Jh.). mangelhaft Adj. ‘ungenügend, notdürftig, unvollständig, fehlerhaft’ (15. Jh.). bemängeln Vb. ‘beanstanden, auszusetzen haben’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) platt machen · ↗glätten · mangeln · ↗plätten · ↗walzen  ●  ↗bügeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(es) fehlt an · (es) hapert an · ↗ausbleiben · ↗fehlen · kranken an · mangeln  ●  happern  österr., bair. · ↗(einer Sache) ermangeln  geh. · ↗mankieren  ugs., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitskraft Bereitschaft Durchschlagskraft Fachkraft Fähigkeit Geld Idee Interessent Kreativität Motivation Mut Nachwuchs Personal Phantasie Professionalität Präzision Selbstbewußtsein Selbstvertrauen Transparenz Vision Wille daran es keineswegs leider nicht nie offenbar offensichtlich oft

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mangeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch es fehlt nicht nur Zeit - am Geld mangelt es genauso.
Die Welt, 30.05.2005
Doch bei der Umsetzung mangele es der rot-grünen Regierung am Willen.
Der Tagesspiegel, 11.12.2002
Doch oft mangelt es in kleinen Küchen an Platz für einen Tisch.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 329
Ja, und Filme haben wir vorläufig noch, es mangelt nicht.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 19.07.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Aber eben am Gehorsam habe es Spee von jeher gemangelt.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 784
Zitationshilfe
„mangeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mangeln#2>, abgerufen am 18.11.2019.

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