manifest

GrammatikAdjektiv (in Verbindung mit »sein«, »werden«)
Aussprache
Worttrennungma-ni-fest (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben deutlich, offenbar
Beispiele:
etw. wird, ist manifest
Wieviel erkennbarer, einleuchtender, manifester ... ist von vornherein das musikalische Talent [Th. Mann11,763]
Medizin als Krankheit erkennbar
Beispiele:
ein manifest gewordenes Magenleiden
sein Leiden ist manifest

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) sieht ein Blinder mit dem Krückstock · (völlig) klarliegen (Fall) · ↗eindeutig · ↗evident · ↗glasklar · klar zutage liegen · mit den Händen zu greifen · offen zutage liegen · ↗offenkundig · ↗offensichtlich · ohne jeden Zweifel · völlig klar  ●  (klar) auf der Hand liegen  fig. · (ein) (ganz) klarer Fall  ugs. · (eine) (ganz) klare Kiste  ugs. · (es gibt) nichts zu diskutieren  ugs. · (so) klar wie eins und eins ist zwei  ugs. · klar wie Kloßbrühe  ugs. · klar wie Klärchen  ugs. · manifest  geh., bildungssprachlich · ↗sonnenklar  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antisemiten Antisemitismus Ausdruck Bedrohung Beweis Desinteresse Erkrankung Erscheinungen Gefahren Gewalt Infektion Inhalt Interessen Krankheit Krise Sehnsucht Störungen Traum Trauminhalt Unterschiede Widerspruch Widerstand diskutierter gewordenen klinisch kontrovers latenten werdende

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›manifest‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da ist noch mehr, und es wird ganz allmählich manifest.
Der Tagesspiegel, 07.12.2000
Mein Problem dabei ist gerade im Moment manifest: daß ich zu viel erzählen will.
Die Zeit, 17.08.1990, Nr. 34
Sie verwandelt hier wiederum ein Stück des latenten Inhaltes in eine manifeste Form.
Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig u. a.: Deuticke 1914 [1900], S. 301
Das Jetzt des Treibens hat nur unter ungeschlossenen Dingen Platz, um zu verwirklichen, um seine Inhalte wachsend manifest zu machen.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 305
Ein Wunder vermag bestenfalls manifest zu machen, wer eigentlich wir sind.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 884
Zitationshilfe
„manifest“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/manifest>, abgerufen am 26.05.2018.

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