markieren
GrammatikVerb · markierte, hat markiert
Aussprache
Worttrennungmar-kie-ren (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
etw. kennzeichnen, durch ein Zeichen kenntlich machen
Beispiele:
eine bestimmte Stelle (mit dem Bleistift, mit Kreide) markieren
das Spielfeld mit Fähnchen markieren
der Weg ist (durch Zeichen) gut markiert
die Einfahrt zum Hafen ist mit Bojen markiert
ein die Trennlinie markierender Strich
eine mit radioaktivem Jod markierte Lösung Atomphysik
die Anwendung markierter Atome in der Medizin, Technik Atomphysik
etw. bezeichnen, anzeigen
Beispiele:
auf der Landkarte war die Brücke durch einen Strich, waren Berge markiert
dieses Ereignis markiert den Beginn einer neuen Epoche
der Vorstehhund markiert das Wild (= der Vorstehhund zeigt an, dass Wild in der Nähe ist) Jägersprache
wir beschränken uns darauf, die Farben heraldisch zu markieren [RilkeBriefe90]
2.
etw. hervorheben, betonen
Beispiele:
er sprach langsam und markierte jedes Wort
ein schmaler Gürtel markiert die Taille
auf dem Röntgenbild sieht man die durch Kontrastmittel markierten inneren Organe
sich markieren
sich abzeichnen, deutlich hervortreten
Beispiele:
die Umrisse des Gebäudes markierten sich in der Dämmerung
markierte (= markante) Züge veraltend
mit ... durchsichtigen Leibern, in denen sich nur die Skelettknochen dunkel markierten [KasackStadt507]
3.
etw. andeuten
Beispiele:
auf der Probe markierte der Sänger, Schauspieler die Partie, seine Rolle nur
Nach Schluß des Stückes markierte die alte Dame Beifall [NablOrtliebsche Frauen155]
[er] markiert einen Ringkuß [WerfelBernadette283]
4.
jmdn., etw. dem äußeren Schein nach darstellen, vortäuschen
Beispiele:
den starken, feinen, großen Mann, dicken Wilhelm markieren salopp
er markierte den Harmlosen, Helden salopp
einen Ohnmachtsanfall, Kraft, Entrüstung, Mitgefühl, Heiterkeit, eine gewisse Eleganz markieren umgangssprachlich
beim Manöver den Gegner, das Feuer markieren Militär
Man markiert ... vor dem Ausland rechtlichen Anstand [Th. Mann12,120] umgangssprachlich
5.
ein Tor markieren Ballspiel ein Tor erzielen
Beispiel:
der Mittelstürmer hatte drei Treffer markiert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

markieren · Markierung
markieren Vb. ‘mit einem Kennzeichen versehen’, entlehnt (um 1700) aus gleichbed. mfrz. frz. marquer, dem unter ↗Marke (s. d.) angeführtes anord. merki ‘Kennzeichen’ zugrunde liegt. Markierung f. ‘Kennzeichnung’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
anmarkern · einmalen · ↗einzeichnen · kenntlich machen · ↗kennzeichnen · markieren
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) heucheln · ↗(sich) geben · ↗(sich) verstellen · machen auf · nur so tun · ↗schauspielern · sich (irgendwie) stellen · ↗simulieren · so tun als wäre man (...) · ↗vorgeben (etwas zu sein) · ↗vortäuschen  ●  (sich) ein ... Mäntelchen umhängen  fig. · so tun als ob  Hauptform · (eine) Show abziehen  ugs. · markieren  ugs. · so tun als sei man (...)  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(den) Anschein erwecken · (sich) gerieren als · sagen, dass man (...) ist  ●  ↗(jemanden) mimen  ugs., salopp · ↗geben  ugs. · machen auf  ugs., salopp · markieren  ugs., salopp
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfang Ausgleich Beginn Eingang Einschnitt Ende Endpunkt Endstand Grenze Höchststand Höhepunkt Jahreshoch Jahrestief Meilenstein Neubeginn Punkten Rekordhoch Rekordtief Revier Siegtreffer Tief Tiefpunkt Treffer Wende Wendepunkt Zeitenwende Zählern Zäsur zugleich Übergang

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›markieren‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und wenn ich einen neuen Text einbringe, muß ich das markieren.
Die Welt, 19.11.2004
Die elektronischen Klänge markieren dann einen Raum, in dem sich der reale Musiker quasi schwimmend bewegt.
Der Tagesspiegel, 21.04.1998
Dennoch kann sie eine vorherrschende Tendenz der beiden Künstler markieren.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 435
Er liebte es, den starken Mann durch Übertreibungen und Superlative zu markieren.
o. A.: Einhundertsechsundneunzigster Tag. Dienstag, 6. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 25917
Vorbeikommende Mädchen werden angeflachst, es wird der »große Mann« markiert.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 28704
Zitationshilfe
„markieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/markieren>, abgerufen am 15.12.2017.

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