Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

markig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung mar-kig
Wortbildung  mit ›markig‹ als Erstglied: Markigkeit
eWDG

Bedeutung

kernig, kraftvoll
Beispiele:
eine markige Gestalt
markige Züge, Arme, Schultern
er zeichnete mit markigem Bleistift
mit markiger Stimme sprechen
seine Schrift, Rede war markig
Ich hatte die beiden Sachen mit großer Schilffeder … gezeichnet und markig schraffiert [ G. KellerGr. Heinrich4,500]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mark3 · markig
Mark3 n. ‘das innerste Gewebe eines Organs oder eines pflanzlichen Teils, das Innere’, ahd. marg (9. Jh.), mhd. marc, march, asächs. marg, mnd. march, mnl. maerch, march, me(e)rch, nl. merg, afries. merg, aengl. mærh, mærg, (westsächs.) mearh, mearg, engl. marrow, anord. mergr, schwed. märg (germ. *mazga-) führen mit aind. majjā́ ‘Mark (des Knochens, der Pflanze)’, awest. mazga- ‘Mark, Gehirn’, aslaw. mozgъ, russ. mozg (мозг) ‘Gehirn’ auf ie. *mezg- (oder *mesgh-?) ‘stricken, knüpfen’, substantivisch (mit o-Stufe) ‘Knoten, Schlinge’ sowie ‘Mark, Hirn’ (s. Masche). Vgl. durch Mark und Bein (‘durch Mark und Knochen’, d. h. ‘durch und durch’) gehen (17. Jh.). S. auch ausmergeln. – markig Adj. ‘kernig, kraftvoll’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
kernig · plakativ · pointiert · prägnant · reißerisch · zugespitzt  ●  markig  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›markig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›markig‹.

Verwendungsbeispiele für ›markig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und die Führung der Société Générale lässt es an markigen Worten nicht fehlen. [Die Zeit, 22.10.2012, Nr. 43]
Immerhin gibt das Weiße Haus dazu recht markige Erklärungen ab. [Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02]
Wenn dies nicht der Fall ist, helfen eventuell markige Worte weiter. [Die Zeit, 17.08.2011 (online)]
Und sie tun gut daran, denn dies ist nicht die Zeit für markige Worte. [Die Zeit, 03.11.1989, Nr. 45]
Doch die markigen Worte sollen lediglich darüber hinwegtäuschen, daß nun nichts mehr auszurichten ist. [Die Zeit, 11.09.1987, Nr. 38]
Zitationshilfe
„markig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/markig>.

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