maulfaul

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmaul-faul (computergeneriert)
WortzerlegungMaulfaul
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp zu träge zum Reden, wortkarg
Beispiel:
was das maulfaule, dumpfe, breitstirnige Kind in der Dorfschule nicht zu erlernen vermochte [St. ZweigSchachnovelle1,190]

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
(sich) kurz fassen · ↗einsilbig · kurz angebunden · nicht gesprächig · nicht viele Worte machen · redescheu · wenig auskunftsfreudig · ↗wortarm · ↗wortkarg · ↗zurückhaltend (reagieren)  ●  ↗schmallippig (reagieren)  fig. · kurz ab  ugs. · maulfaul  ugs. · ↗zugeknöpft  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Offenbar war der wortkarge Coach jedoch nur wieder etwas maulfaul gewesen.
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2003
Heimische Politiker hatten gefordert, die "maulfaulen" Spieler per Gesetz zum Singen zu zwingen.
Bild, 04.06.2002
Die Presse führte die heulende Meute an, und die maulfaule schweigende Mehrheit folgte hintendrein.
Die Welt, 08.12.2000
Er liebte sie nicht, er zog das fingierte Phlegma mit den maulfaul fallenden Witzen vor.
Die Zeit, 25.04.1946, Nr. 10
Die maulfaule Ausrede Kains paßt höchstens als Eingeständnis, zur Verteidigung nicht.
Bobrowski, Johannes: Levins Mühle, Frankfurt a. M.: Fischer 1964, S. 3
Zitationshilfe
„maulfaul“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/maulfaul>, abgerufen am 16.10.2019.

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