mausetot

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung mau-se-tot
Wortzerlegung mause-tot
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp tot
Beispiel:
sie konnte nicht gehen, sie war tot, mausetot [ ViebigSchlafendes Heer137]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mausetot Adj. ‘ganz und gar, völlig tot’, im 17. Jh. aus nd. mūsdōd, eigentlich mursdōd, morsdōd ‘ganz tot’, vgl. nd. murs, mors ‘plötzlich, ganz und gar’ (vielleicht verwandt mit ↗morsch, s. d.). Das verstärkende Kompositum wird volksetymologisch an nd. Mūs ‘Maus’ angeschlossen (vielleicht in Anlehnung an ebenfalls verstärkendes mūsenstill ‘mäuschenstill’) und in diesem Sinne (‘tot wie eine Maus, die nicht mehr zuckt’) ins Hd. aufgenommen.

Thesaurus

Synonymgruppe
tot (sein)  ●  (jemand) hat es hinter sich  derb, Spruch · (jemand) hat's nicht geschafft  ugs., Spruch · ↗hinüber  derb · mausetot  ugs.
Assoziationen
  • (seinen Verletzungen) erlegen · aus dem Leben geschieden · dahingegangen · dahingeschieden · gestorben · mit jemandem ist es aus · nicht mehr sein · nicht mehr unter den Lebenden · nicht mehr unter uns (weilen) · seligen Angedenkens (nachgestellt) · seligen Gedenkens (nachgestellt) · tot · tot und begraben (Verstärkung) · ↗verschieden · ↗verstorben  ●  (nur) mit den Füßen zuerst  fig. · draußen geblieben  militärisch · ↗gefallen  militärisch · hat uns verlassen  verhüllend, fig. · ↗selig (nachgestellt)  veraltet · von uns gegangen  verhüllend, fig. · (jemand) hat es hinter sich  derb · draufgegangen (bei)  ugs. · gehimmelt  ugs. · unterm Torf  ugs., salopp, fig. · verblichen  geh. · weg vom Fenster  ugs., fig.

Typische Verbindungen zu ›mausetot‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mausetot‹.

Verwendungsbeispiele für ›mausetot‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fünf von ihnen erklärten, die angreifenden Tiere seien mausetot gewesen.
o. A.: Schlangen. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1999]
Trotzdem kommen wir noch einmal auf den mausetoten Marx zurück.
Die Zeit, 23.11.1990, Nr. 48
Und wenn ich nicht stets bei ihr sitze, So ist sie stumm und mausetot Und bringt mir nicht das Salz zur Grütze.
Röhrich, Lutz: Salz. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 8796
Die Raupe fällt zusammen wie ein leerer Sack und ist in kurzer Zeit mausetot.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 191
Der donnert wie ein Halbgott auf den Platz - und ist nach einer Viertelstunde mausetot.
Rothmann, Ralf: Stier, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991 [1991], S. 214
Zitationshilfe
„mausetot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mausetot>, abgerufen am 25.09.2020.

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